Schweizerischer Eisenbahn-Amateur-Klub Zürich SEAK

Die Vereinigung der Eisenbahnfreunde

 
 


 

 

Die Jahresabschlussfahrt des SEAK am 15. Dezember 2012 mit dem Mutschälle-Zähni


 

von Bernhard Ledermann, SEAK

 

 

Hier etwas Bilder von der Jahresabschlussfahrt 2012 mit dem Mutschälle-Zähni der BDWM vom 15.12.12. 

Wir sehen den historischen BDe 4/4 10 "Mutschälle-Zähni" von 1928; in den Fünfzigerjahren mit neuem Kasten versehen und 1986 zum Gesellschafts-Wagen umgerüstet als Extrazug für den SEAK in Dietikon. 

Weiter zeigen die Bilder das Mutschälle-Zähni mit der gut gelaunten SEAK-Delegation sowie während den Halten in Berikon-Wyden und Erdmannlistein. 

Auch das Kulinarische kam natürlich nicht zu kurz, so gab es während der Fahrt über die BDWM einen feinen Apéro. Das Mittagessen im Restaurant Stalden in Berikon ging nicht im Restaurant über die Bühne sondern in einem historischen Speisewagen von Oberbayern. Denn der Vater des "Stalden-Wirtes" in Berikon-Wyden kaufte kurz vor der vorgesehenen Verschrottung eine Dampfkessellok inkl. Wagenaterial, welches zwischen 1906 und 1930 auf der Strecke in Oberbayern zwischen Neuötting und Altötting verkehrte, wo es dort auch liebevoll "Bockerl" genannt wurde. 

Nach dem ausgiebigen Mittagessen nahm ein Teil der SEAKler die Möglichkeit an sich das erweiterte Depot in Bremgarten von BDWM-Lokführer Fritz Winterberger zu zeigen. Und da das Wetter sich auch freundlicher zeigte als prognostiziert, ging für den SEAK ein schöner Jahresabschluss 2012 am Mutschällen über die Bühne. Ein herzlicher Dank geht an die Organisatoren und Helfer welche diesen Tag ermöglichten.


 

Und einige Ergänzungen von Jörg Trachsel, SEAK:

 

Zum Züglein, das vor dem Restaurant Stalden steht, sind noch einige Präzisierungen anbringen.

Die Wagen stammen aus einer Serie von 7 Wagen, die 1906 für die Dampfstrassenbahn Neuöttingen - Altöttingen gebaut wurden. Diese Bahn stellte aber bereits 1930 den Betrieb ein, worauf alle 7 Wagen der Bremgarten - Dietikon - Bahn zum Kauf angeboten wurden. Diese war damals auf der Suche nach Wagen. Da fabrikneue Wagen der heimischen Industrie damals zu teuer waren, ging man auf die Suche nach gut erhaltenen Occasionen. Schliesslich übernahm die BDB 4 dieser 7 Wagen. Diese kamen nach verschiedenen Umbauten und Anpassungen zwischen 1934 und 1936 bei der BDB in Betrieb. Sie wurden erst 1969 - nach der Ablieferung der BDe 8/8 - ausrangiert. Die B 28 und 29 gelangten daraufhin direkt zum Hotel/Restaurant Stalden. Sie sind also dort schon länger als Restaurant in Betrieb, als sie seinerzeit bei der BDB im Einsatz waren.

Bei der Dampflok ist die Bezeichnung "Dampfkessellok" nicht korrekt. Ist ja logisch, dass jede Dampflok einen Dampfkessel hat. Effektiv handelt es sich hier um eine Dampfspeicherlok. Diese hat mit der oben erwähnten Bahn in Oberbayern überhaupt nichts zu tun. Sie ist im Gegensatz zu den Wagen normalspurig, wurde 1905 von Jung für die Firma Saurer AG, Arbon, gebaut, von dort 1948 an Viscosuisse in Emmenbrücke verkauft. 1970 wurde sie schliesslich nach Privat in Alpnach Dorf verkauft. 1976 schliesslich gelangte sie zum Restaurant Stalden in Berikon. Diese Angaben sind der neuesten Auflage des "Moser-Buches" von 2006 zu entnehmen, das auch ein Kapitel über die Werkloks enthält. Jene über die Wagen entstammen den Büchern, die es über die Bremgarten - Dietikon - Bahn gibt (Prellbock- und Leutwyler-Verlag).

 

 


 

Der SEAK am 15. September 2012 unterwegs mit Dante Schuggi

 

von Bernhard Ledermann, SEAK

 

Am Samstag, 15. September 2012 stand beim SEAK die traditionelle Herbstexkursion auf dem Programm. Dieses Jahr führte sie nach Basel. Nach der Ankunft stand eine Stadtrundfahrt mit der legendären "Dante Schuggi", Be 4/4 450 der BVB auf dem Programm. Das kräftige Tram, erbaut u.a. auch von der SIG in Neuhausen wurde 1914 erstmals an der Landesausstellung präsentiert. Nach langen Einsatzjahren wurde sie 1984 vom Tramclub Basel vor der Verschrottung gerettet. Heute steht das Fahrzeug als historischer Restaurant-Triebwagen für Extrafahrten unter der Regie der BVB im Einsatz/Verfügung. 

Die Stadtrundfahrt verbunden mit einem Apéro führte die SEAK-Delegation von Basel SBB via Barfüsserplatz - Schifflände - Messeplatz - Dreirosenbrücke zum Bahnhof St. Johann. Weiter ging mit vielem Befahren von Dienstverbindungsgeleisen an den Grosskreuzungen via Burgfelderplatz - Heuwaage zum Depot Allschwilerstrasse beim Morgartenring auf der Linie 6, wo bei der Depotzufahrt ein Fotohalt stattfand. Weiter führte die Fahrt Brausebad - Schützenhaus - Markthalle zurück zum BVB/BLT-Trambahnhof Basel SBB. Dort begegnete die "Dante Schuggi" dem "Anggebliemli" Be 2/2 47 von 1900, dem ältesten betriebsfähigen Tram der BVB. Dieses Tram wurde 2006 in der RhB-Hauptverkstätte Landquart in den Ursprungszustand zurückversetzt. Denn nach seiner Ausserbetriebsetzung wurde der Be 2/2 47 als Dienstwagen Xe 2/2 2014 umgerüstet.

Der Zufall wollte, das beide historische Trams mit Gesellschaften miteinander die Linie 16 via Jakobsberg zum Bruderholz hinauf unter die Räder nahmen. Auf dem Bruderholz wurden natürlich der Be 4/4 450 und der Be 2/2 47 von manchen Fotocameras ins Visir genommen, das auch dank dem Entgegenkommen und Flexibilität des BVB-Fahrpersonals. Via Wolfschlucht führte uns die Stadtrundfahrt zurück zur Markthalle, wo sich die Wege der "Dante Schuggi" und dem "Anggebliemli" trennten. Die SEAK-Delegation fuhr weiter zur Schifflände wo sie wendete und zurück zum Marktplatz. Nach einem kurzen Fussmarsch gönnte sich die SEAK-Delegation ein Mittagessen im Restaurant Schmiedenhof, welches auch für das Catering der "Dante Schuggi" zuständig ist. Informationen können unter www.schmiedenhof.ch/dante-schuggi entnommen werden.

Am Nachmittag fand dann der Besuch beim Modell-Schiffbau-Club-Basel (MSCB) am Eglisee hinter dem Badischen Bahnhof statt. Erfreulich ist das in diesem Club sehr viele Jugendliche als Aktivmitglieder auftraten, was sicher dem Ruf unserer Jugend nur gut tut. Dieser Verein wurde 1955 zur Förderung des Modellschiffbaus gegründet und führt jährlich ein internationales Schaufahren mit befreundeten Clubs aus dem In- und Ausland durch. Danach lösste sich die SEAK-Delegation auf mittels den individuellen Heimreisen. Basel ist öV-mässig immer eine Reise wert, erfreulich war bei der Ankunft, wie die SBB nach wie vor Re 4/4 II der 1. Serie 11108...11156 einsetzen wie auf dem Bild mit den Re 4/4 II 11121 und 1118. Weiter können die neuen Stadler-Tango-Züge der BLT wie auf dem Bild im Basler Trambahnhof beobachtet werden und der Badische Bahnhof wird nun auch durch die SBB-Flirt des Typ RABe 521 geprägt, welche auf die S-Bahn-Linie 6 nach Zell im Wiesental befahren. Zum Schluss danken wir Eugen Schmid für das perfekte Organisieren der diesjährigen SEAK-Herbstexkursion.


 


 

 

 


 

Fotoimpressionen von der SEAK-Exkursion am 25./26. August 2012 ins Furka- und Grimselgebiet

 

von Bernhard Ledermann, SEAK


 


 


 

und von Hans-Jörg Bickel, SEAK


 


 

 


 


 

Der SEAK im Appenzeller Land am 9. Juni 2012 


 

von Bernhard Ledermann, SEAK

 

Gestern Samstag, 09. Juni d. J. unternahm der Schweizerische Eisenbahn-Amateur-Klub Zürich (SEAK) seine traditionelle Juni-Exkursion ins Appenzell. Nach einer Stadtbesichtigung in St. Gallen fuhren die Teilnehmer mit der ehemaligen Trogener Bahn (TB) - seit 2006 in den Appenzeller Bahnen (AB) integriert - vom Bahnhof St. Gallen die Stadt St. Gallen bergwärts nach Speicher.  

In Speicher fand eine Besichtigung unter fachkundiger Führung des stellvertretenden Depotchefs statt. Mit der Beschaffung der Be 4/8 31-35 von Stadler in den Jahren 2004 und 2008 wurde das Depot 2006 erweitert und modernisiert. Wir sehen von links der sich in einer Reparatur befindliche BDe 4/8 23, den Be 4/8 34, BDe 4/8 22 und den Be 4/8 33.  

Weiter in Speicher beheimatet ist die 1974 von RACO beschaffte Xrotm 2/2 72 von 1974. (Speicher II). Weiter werden im Depot Speicher auch Reparaturen durchgeführt und Unterhaltsarbeiten an Drehgestellen vorgenommen (Bild Speicher III mit Drehgestellen der Be 4/8 31-35). Für Radsatzbehandlungen werden die jeweiligen Drehgestelle per LKW zur Forchbahn spediert. 

Wie vielen unter Euch bekannt ist, sind die ehemaligen TB-BDe 4/8 21 und 24 auf der Rittnerbahn oberhalb Bozen im Einsatz. Die Südtiroler sind auch an der Uebernahme der Brudertriebwagen 22 und 23 interessiert, doch das wird erst möglich sein, wenn die von der AB angestrebte Durchmesserlinie (DML) frühestens ab 2018 dem Betrieb übergeben werden kann (Siehe auch Beiträge in der SER 1/2007 und EA 6/2012). Kernstücke sind a u. a. der Umbau des AB-Bahnhofteils in St. Gallen verbunden mit der Neubaustrecke Rückhalte, wo dann Fahrzeugdurchläufe von Trogen via St. Gallen in Richtung Teufen - Gais möglich sind.

Bis es so weit ist sehen wir nach wie vor die Zahnrad-Triebwagen BDeh 4/4 11-15 von 1981 der ehemaligen SGA vor Züge via Gais nach Appenzell. 

Nachmittags ging die Exkursion bei immer besser werdendem Wetter via Trogen mit interessanter Einfahrtsweiche per PTT weiter nach Heiden. Im Luftkurort gab es u. a. das neue Mehrzweckdepot für die ehemalige Rorschach-Heiden-Bahn (RHB), heute ebenfalls in den AB integriert, und Autobusse, welches Ende 2007 dem Betrieb übergeben wurde individuell anzuschauen, doch auch die Nostalgie gab Anlass die Fotokamera zu betätigen u. a. mit dem BDeh 2/4 24 von 1967 und alten Achsen die sicher viel zu erzählen hätten. Eine Attraktion der RHB sind sicher die offenen 2-achsigen Panoramawagen von 1875 (!), welche nach wie vor fast täglich im Einsatz sind. Als Triebfahrzeug dient der 1998 von Stadler beschaffte BDeh 3/6 25, welcher 2009/2010 in der RhB-Hauptwerkstätte Landquart ein Refit mittels R4 vom 25. Mai 2010 erhielt. Als Reservefahrzeuge dienen heute die BDeh 2/4 23 und 24 von 1953 und 1967. Auch die SEAK-Teilnehmer genossen die Fahrt in den 137 jährigen (!) 2-achsigen Wagen von Heiden nach Rorschach an den Bodensee. Der dortige Bahnhof wurde gross umgebaut. Vor dem ehemaligen SBB-Depot, wo früher Lokomotiven der Typen Ae 3/6 I, Ae 4/7 und Re 4/4 II zugeteilt waren, sehen wir heute Stadler-GTW der THURBO. Von Rorschach fuhr die Delegation nach St. Gallen hinauf wo die Teilnehmer nach einem schönen und interessanten Tag individuell die Züge zur Heimreise bestiegen. 

Ein Dank geht hier an den SEAK-Reiseleiter Heini Hedinger. Diese Reise kann ich weiter empfehlen vor allem auch die Postautofahrt mit der Linie 229 von Trogen via St. Anton - Oberegg nach Heiden mit Blick auf den Bodensee dem Rheintal und ins Vorarlberg. Eisenbahnmässig bieten der AB-Bahnhof St. Gallen, Speicher, Trogen und Heiden mehr als nur genug Sujets.