Schweizerischer Eisenbahn-Amateur-Klub Zürich SEAK

Die Vereinigung der Eisenbahnfreunde

 
 


 

Im Frühling 2013 ins Eisenbahnmuseum Mulhouse


Text und Fotos von Bernhard Ledermann

 

Sieben Wochen nach der Exkursion ins Montafon reiste der SEAK wieder ins nahe Ausland, diesmal in westliche Richtung, zum Eisenbahnmuseum Mulhouse.

26 gutgelaunte Teilnehmer bestiegen im Elsässer- resp. im SNCF-Bahnhof in Basel den TER 96252 nach Strasbourg Ville. Nach deren Ankunft in Mulhouse folgte ein 10-15 minütiger Fussmarsch in die Altstadt von Mulhouse. Teils an den Schienen des Trams nach, welches auch in Mulhouse seine Auferstehung feierte. Seit 2006 verkehren dort moderne Niederflur-Trams des von Alstom entwickelten Typs Citadis TGA 302. Weiter wurde per Fahrplan 2011 die SNCF-Linie Mulhouse – Thann vom herkömmlichen Diesel- auf Tram-Train-Betrieb umgestellt.

Im historischen Zentrum von Mulhouse mit dem gotischen Münster und dem historischen Rathaus aus dem 16. Jahrhundert konnte sich die Delegation im Restaurant Auviex verköstigen und zugleich in der verkehrsfreien Zone die historischen Bauten verewigen. 

Nach kurzem Fussmarsch zur Haltestelle Porte Jeune begaben sich die Teilnehmer mit dem Tram-Train der Linie 3, Mulhouse Gare Centrale – Thann St-Jacques zum Cité du Train/Musée français du Chemin de Fer oder auf Deutsch ins Eisenbahnmuseum von Mülhausen. Bei deren Haltestelle Musées kreuzt unmittelbar von der Kreuzungshaltestelle der Gleisanschluss des Eisenbahnmuseums das Tramgleis. 

Nach gut 5 Minuten Fussmarsch erreichte die SEAK-Delegation das Eisenbahnmuseum resp. das Cité du Train. 2005 wurde es neu gestaltet, die Ausstellungsspezialisten haben auf einer Fläche von rund 6000 Quadratmeter die Geschichte Frankreichs Eisenbahn von 1844 bis heute neu gestaltet. Der SEAK konnte von einer deutschsprachigen Führung nicht nur profitieren, sondern das Museum auch so richtig geniessen. Der Rundgang beginnt geschichtlich im Jahre 1844 mit den Dampflokomotiven u. a. auch mit je einem Exemplar der Reihe 141-R, welche vor den Elektrifikationen der Linien Dole – Vallorbe und Frasne – Pontarlier auch in Vallorbe oder die 242-TA, welche auch bis Les Verrières fuhr. Auch bei den Triebwagen gibt es einmalige Exemplare zu sehen wie z. B. der Bugatti-Triebwagen XB 1008 von 1933; der Schwertriebwagen ZA1B1 PE 23461 von 1937 oder der Autorail ZZE 25369 von 1933. Auch die E-Lokomotiven sind mit vielen Exemplaren vertreten wie auch der 161.BE.3 oder der CC 14018, solche Lokomotiven fuhren ab 1958 auch bis nach Vallorbe resp. waren im Französischen Jura auch häufig anzutreffen. Die CC 7107 darf natürlich auch nicht fehlen wie auch die BB 9291 oder die CC 40101 oder die CC 6572. Auch den Diesellokomotiven wird eine grosse Fläche zur Verfügung gestellt wo auch Generatoren und Motoren zu sehen sind. Weiter wird zu jedem Fahrzeug oder Bahnhof ein „Hörspiel“ präsentiert, welches dem Besucher in deren Anfänge zurück versetzt wie in dramatischen Momente der Widerstandsbewegung im 2. Weltkrieg, welche einen Zug zum Entgleisen bringen. Die Lokomotive liegt schliesslich zerstört neben den Schienen. Dem Besucher werden so eindrückliche und zugleich auch nachdenkliche Momente übermittelt. Für den Rundgang mit den 1,3 Kilometer Geleise der Ausstellung sind gut zwei Stunden empfehlenswert und via www.citedutrain.com kann man sich schon zu Hause darauf vorbereiten. Auch für den SEAK ging die Zeit schnell vorbei. Nach einer kurzen Erfrischung im Museums-Restaurant „Le Mistral“ und einem Besuch im Museums-Shop gings mit dem Tram der Linie 3 direkt zum Bahnhof von Mulhouse. Dort hatte man nochmals Zeit sich zu verköstigen oder noch eine Züge zu fotografieren. Um 17.19 gings mit dem TER 96133 wieder zurück nach Basel von dort die Teilnehmer entweder in der Gruppe weiter nach Zürich oder individuell nach Hause reisten. Ein Dank geht an Eugen Schmid und Heini Hediger für die Organisation. Weiter halfen für diesen Bericht die Artikel „Eisenbahnstadt Mülhausen im Elsass“ von Jürg D. Lüthard im EA 10/2013 und „Wo Bahngeschichte lebendig wird“ von Walter Finkbohner im InfoForum von ProBahnSchweiz.


 

 


Mit dem SEAK über die Grenze nach Singen am 7. Dezember 2013


Text und Fotos von Bernhard Ledermann

 

Das  vergangene Jahr kann der Schweizerische Eisenbahn Amateur Klub Zürich, www.seak.ch mit dem Attribut "über die Grenzen" abschliessen. Nach den Exkursionen ins Montafon und nach Mulhouse ins Verkehrsmuseum führte am 07. Dezember 2013 die Jahresabschlussfahrt wieder über die Grenze und zwar zur Museumsbahn Stein am Rhein - Singen.

Grenzlos ist das Schlagwort des Vereins zur Erhaltung der Bahnlinie Etzwilen - Singen VES, mehr kann unter der Website www.etzwilen-singen.ch entnommen werden. Die 1877 eröffnete Linie als Teilstück der ehemaligen Nationalbahn ging 1902 in die SBB über. Als einzige SBB-Linie wurde sie nie elektrifiziert. Der Personenverkehr wurde bereits 1969 infolge schwachen Frequenzen eingestellt. In zwei Etappen 1996 resp. 2004 wurde schliesslich auch der Güterverkehr eingestellt. Dank des VES wurde die Linie nicht abgebrochen. Seit 2006 konnten die Stiftungen SEHR&RS die Strecke von Etzwilen nach Rielasingen etappenweise für den Museumsbetrieb herrichten.

Die Bilder zeigen in der Reihenfolge die Ankunft in Etzwilen mit der ausfahrenden S29-20937 mit einem THURBO-GTW in Richtung Stein am Rhein und dem VES-Extrazug mit der Em 3/3 18814, ex SBB-Cargo von 1962 dem Vas 80 85 98-03 330-7 von 1953 ex SERSA resp. SBB und dem offene Plattförmler Bi 535 der ehemaligen EBT, 1956 durch die Werkstätte Burgdorf erbaut von Teilen des ehemaligen C 71. Wir beachten zugleich den Infrastrukturrückbau des Bahnhofs Etzwilen durch die SBB. Danach wurden wir durch Herrn Beat Joos des VES bei ihrem Depot begrüsst und wurden über die Geschichte der Bahnlinie Stein am Rhein - Singen ausführlich unterrichtet. Danach führte uns Beat Joos durch das Depot und erläuterte uns die Fahrzeuge u. a. auch drei ehemalige SBB-Tm 2/2 oder auch der von der ehemaligen EBT übernommene BC 521 mit seinen markanten Drehgestellen, optisch ein reiner 2. resp. 3. Klasswagen. Jedoch wurde in den vier Abteile auf der hinteren Seite die Holzbänke mit einer Polsterung versehen, darum die gemischte Bezeichnung. 

Um ca. 10.30 verliess der SEAK-Extrazug Etzwilen in Richtung Hemishofen mit dem Blick über die Rheinbrücke wo ein Foto- resp. Erläuterunghalt durch Beat Joos vom VES stattfand. Weiter auf Schweizer Boden führte uns die Fahrt bei klarem Wetter mit tiefliegender Sonne nach Ramsen. Dort hat der VES im Güterschuppen ein Lokal eingerichtet, welches den Besucher nicht nur geschichtliche Eindrücke über die Bahnlinie, sondern auch über die Umgebung und deren Bevölkerung, vor allem auch die Zeitspanne des 2. Weltkrieges übermittelte. In Ramsen sind weiter auch diverse Fahrzeuge aus Deutschland und der Schweiz, nun dem VES gehörend abgestellt. So auch der aus dem SBB- Dm 2/4 1692 von 1930 umgebaute Hilfswagen Xa 80 62 97 12 100 der ehemaligen EBT resp. RM. Dieses Fahrzeug wurde 1974 von der damaligen EBT übernommen.

Die beiden letzten Bilder zeigen die Ankunft des SEAK-Extrazuges im deutschen Rielasingen und SBB-Schienen von 1935 als Beweiss dass die Infrastruktur durch die SBB aufrecht erhalten wurde. Nächstens kann der VES wieder bis nach Singen (Hohentwiel) durchgehend fahren, was sicher die Anziehungskraft dieser Museumslinie steigern wird.

Danach gings zum gemütlichen Mittagessen im Restaurant Löwen in Rielasingen über und nachmittags mit dem Bus der SBG Südbadenbus GmbH, (Linie 71.033, inbegriffen im GA-Bereich) zurück nach Stein am Rhein.

Ein Dank geht an die Herren Beat Joos vom VES und seinem Team für den Exkursionsteil und Eugen Schmid vom SEAK für die Organisation und Informationen zu den VES-Fahrzeuge auf dem Reiseprogramm.


 


 

 

Mit dem SEAK am 19. Oktober 2013 zu toggenburgischen Modellbahnen

 

Text und Fotos von Bernhard Ledermann


 

Hier noch ein paar Eindrücke von unserer Exkursion vom 19. Oktober 2013 ins Toggenburg und nach Wil zum MEKW. Die Bilder zeigen in Lichtensteig die grösste Hobby-Eisenbahnanlage Europas in Spur 0, in der damaligen Technik der 1940er- und 1950er-Jahren, welche 2003 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Diese Anlage weist ein Ausmass von 40 x 12 Meter und 1300 Meter verbauten Geleisen aus, wo gleichzeitig 16 Züge verkehren können. 

Weiter kann auch das alte Stellwerk vom Bahnhof Lichtensteig angeschaut werden oder die vielen Vitrinen u. a. auch mit einem Generalabonnement von 1901 und andern Bahnutensilien von damals und natürlich auch die Modelleisenbahnen in verschiedenen Spurweiten aus den Anfängen des letzten Jahrhunderts. Weiter beinhaltet die Erlebniswelt Toggenburg u. a. eine Halle mit Oldtimer Motorräder oder Motormäher und Arbeitsgeräte. 

Vor der Weiterfahrt mit der SOB von Wattwil nach Wil sehen wir in Wattwil die SBB-Re 4/4 II 11215 vor dem VAE 2413. Ein Bild das in acht Wochen bereits Geschichte ist, den die SBB steigt ja bekanntlich aus dem VAE aus und die Lokomotive kommt nächstens in den Umbau des Projekts LION für die S-Bahn Zürich. 

Nach dem guten Mittagessen im Restaurant Fass in Wil und nach einem gemütlichen Spaziergang durch die Fussgängerzone von Wil und deren Stadtpark erreichten wir das Lokal des Modelleisenbahnklub Wil (MEKW), wo wir von Präsident Marklus Hilber und seiner Crew herzlich empfangen wurden. Nach der Einführung über die 200 m2 grosse Modelleisenbahnanlage in den Spurweiten 0 und 0m (1:45) konnten wir den Farbbetrieb so richtig geniessen. Die Züge wurden epochengerecht zusammengestellt, wirklich etwas Tolles was die Kollegen in Wil da haben, das zeigt u.a. die Foto MEKW mit der SBB-Ae 6/6 11495 "Stadt Wil" und den begeisterten Gesichter der SEAK-Mitglieder. Nach gut 1 1/4-Stunden Geniessen der Modelleisenbahnen trat die SEAK-Delegation den Heimweg nach Zürich an. 

Dem MEKW wünschen wir weiterhin alles Gute. Mehr über den Eisenbahnklub Wil kann man unter www.mekw.ch erfahren. Ein weiterer Dank geht auch an Eugen Schmid für die Zusammenstellung dieses interessanten Tages in der Modelleisenbahnwelt.

 

 


 


 

Mit dem SEAK ins am 9. September 2013 ins Berner Oberland

 

Text und Fotos von Bernhard Ledermann


 

Die diesjährige Knabenschiessen Exkursion des SEAK (Schweizerischer Eisenbahn-Amateur-Klub Zürich - www.seak.ch) vom 09. September 2013 führte ins Berner Oberland. Am Morgen stand der Besuch des schönen Schloss Hünegg bei Hilterfingen am Thunersee mit der Sonderausstllung "Bergbahnen" auf dem Programm. Das Schloss (Foto 9) wurde in den Jahren 1861-1863 er-
baut. Bauherr war Baron Albert Emil Otto von Parpart (1813-1869), u. a. gewesener Offizier in königlich-preussischen Diensten, welcher 1846 mit der Witwe Adelheid Sophie Margaritha de Rougemont, geborene von Bonstetten den Bund der Ehe einging und zur Sommerzeit den Landsitz "La Chartreuse" im benachbarten Hünibach bewohnte. Seit 2012 ist im Schloss Hünegg die Sonderausstellung
"Bergbahnen" der Aussteller Robert Ganz und Roger Rieker zu besichtigen. Eine Ausstellung welche, wie es jetzt aussieht auch 2014 weiter zu besichtigen ist, nur zu empfehlen ist, denn was da Robert Ganz und Roger Rieker  zusammengestellt haben ist ein historischer Querschnitt über den Bau und Betrieb Schweizerischer Bergbahnen. 

Der SEAK hatte die Möglichkeit diese Ausstellung unter fachkundiger Führung der beiden Aussteller nicht nur zu besichtigen, sondern auch ausführlich erläutern zu lassen. So sehen wir auf dem Bild 1 Robert Ganz mit der SEAK-Delegation im Raum  der Gesamtübersicht über alle öffentlichen schweizerischen Standseilbahnen; oder die erste Bahn mit Vierergondeln (Crans-Cry d'Er von 1950) (2), weiter werden die Epochen auch in Vitrinen pro Thema resp. Bahngesellschaft festgehalten, wie auch die Lötschbergbahn auf den Bilder 3 und 5. Das Bild 4 dokumentiert einen legendären 2er-Sessellift, welcher schweizweit vielerorts anzutreffen war. 

Auch die Bahnen im östlichen Berner Oberland haben natürlich ihren Platz, wie auch die Jungfraubahn mit einem Modell des Rowanzug 1 der JB von 1898 im Massstab 1:10 und einer verbogenen Strubsche Zahnstange, welche infolge gewaltiger Explosion von 30 Tonnen Dynamit während dem Bau der JB im Jahre 1908 in einem Felsdepot entsprechend hergerichtet wurde. (6) 

Wie kommt man im Schloss Hünegg zu dieser Ausstellung? Das Bild 7 dokumentiert den Eintritt in diese grossartige Ausstellung wie anno dazumal. Die Bilder 8 und 9 zeigen bei immer schönerem Wetter das Schloss Hünegg mit seinem Schlosspark u.a. mit der zurzeit ausserbetriebgesetzten Dampflokomotive H 2/3 3 der Brienz-Rothorn-Bahn von 1893. Diese 9 Bilder sind nur eine kleine Auswahl dieser Ausstellung, welche ich Euch allen wirklich ans Herz lege, denn was da die beiden Aussteller Robert Ganz und Roger Rieker hingekriegt haben, kann man wirklich mit "Hochklassig" einstufen.
Die Ausstellung ist dieses Jahr von Di-So noch bis zum 20. Oktober geöffnet. Weitere Informationen können unter www.schlosshuenegg.ch resp. der Broschüre "Bau und Betrieb Schweizerischer Bergbahnen - Historischer Querschnitt" von den beiden Aussteller entnommen werden, welche mir auch half um diesen Bericht anzufertigen. 
 

 


 

Nach dem Besuch des Schlosses Hünegg und anschliessendem Mittagessen im Bahnhofbuffet Thun - wirklich noch ein klassisches Bahnhofbuffet, wie wir es von früher kennen - fand der Nachmittag des 09. September 2013 unter dem Motto "Jubilare besuchen mit einem Jubilar die Jubilarin" oder in Zahlen ein 240 Jahr-Jubiläum. Der SEAK, welcher dieses Jahr 80 Jahre alt wurde, wurde in Thun vom 60jährigen Be 4/4 761 abgeholt, welcher die Delegation zur BLS-Depot/Werkstätte in Spiez beförderte, wo sie in der neuen Depothalle von 1985 von den Herren Bernhard Siegenthaler und Manfred Wittenbach begrüsst wurden (Bilder 1 + 2). 

Nach einer ausführlichen Erläuterung über die verschiedenen Aufgaben der Depot und Werkstätte Spiez begann der Rundgang zuerst durch die neue Halle mit der Re 465 013-1, Re 4/4 193 und der Re 486 510-1 sowie dem RABe 535 124-2, (3) wo Herr Wittenbach der Delegation u. a. das Drehgestell der Re 465 ausführlich erklärte. (4) Danach gings in die alten Depothallen von 1942 und 1915. Dort waren neben dem Tm 235 080-9 auch zwei Begleitwagen der RAlpin, ex SBB-Bcm im Unterhalt, die BLS erhielt von der RAlpin den Auftrag für den Unterhalt dieser Wagen.

Weiter sind im 1915er-Teil dieser Halle auch Drehgestelle der Loktypten Re 485/486; 465 den braunen Re 4/4 und den RBDe 565/566 untergebracht, (Bilder 5 + 6) wo gerade im Bild 6 der Uebergang der Halle von 1915 zu derjenigen von 1942 an den Dächer gut sichtbar ist. Uebrigens diente die erste Halle von 1915 zuerst an der Landesausstellung im Jahre 1914. Auf dem Bild 7 sehen wir den RABe 535 115-0 vor der Waschanlage bei immer schönerem Spätsommerwetter. Danach gings vom Depot in die Werkstätte, wo wir zuerst in die ältere Montagehalle von 1914, welche bereits 1967 ein Flachdach erhielt kamen, wo sich die Re 4/4 194 in der turnusfälligen Revision 1 befindet. Dahinter der Tm 235 214. (8)  

Auf dem Bild 9 befinden wir uns im Neubau von 1986, wo wir die sich im Abbruch infolge defektem Transformator befindliche Re 4/4 166 sehen, dahinter die Re 465 016-4. Wieder zurück im älteren Teil resp. in der Kranhalle sehen wir die am 26. April 2013 bei einem Aufprall beschädigte Re 4/4 191, welche sich in der Aufarbeitung befindet und noch diesen Herbst wieder in den Betrieb zurückkehren wird. (10). 

Auf den Bilder 11 und 12 werfen wir nochmals ein Blick in die neue Montagehalle von 1986 mit der Re 4/4 166 und der Re 465 016-4, sowie Drehgestelle, welche gerade revidiert werden und noch einmal ein Blick in die alte Montagehalle mit der Re 4/4 194 und der Re 465 003-2 und weiter auf der Foto 12 links unten ein Teil des geborstenen Transformators der Re 4/4 166, welcher auch den Maschinenraum arg in Mitleidenschaft zog, darum entschied sich die BLS diese Lokomotive abzubrechen und dafür die 2012 weggestellte Re 4/4 164 zu reaktivieren. Danach waren 2 1/2-Stunden vorbei gespickt mit viel Wissenswertem und News über den täglichen Betrieb der BLS-Fahrzeuge und deren Werkstätten und natürlich auch auf deren Mitarbeiter, die hier für die täglichen Aufgaben verantwortlich sind. 

Weiter hatte die SEAK-Delegation in Spiez die Möglichkeit die Abteilung "Login", wo die Eisenbahner von morgen ausgebildet werden, zu besuchen.

Nach der Verabschiedung bestieg die begeisterte SEAK-Delegation wieder den Be 4/4 761, welcher sie sicher vom Berner Oberland via Aaretal nach Bern fuhr. (13) Auch hier geht ein grosser Dank an alle Beteiligten der BLS, welche dem SEAK diesen schönen und informativen Nachmittag ermöglichte, welcher sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird. 


 

 

 

 


 

Mit dem SEAK am 25. Mai 2013 ins Montafon

 

Text und Fotos von Bernhard Ledermann


 

Am 25. Mai führte der Schweizerische Eisenbahn Amateur Klub Zürich (SEAK) seine Exkursion ins Montafon. Mittels RJ 163 gelang die 24-köpfige Delegation von Zürich nach Bludenz wo sie auf den Zug 8929 der Montafonerbahn umstiegen.

Wir sehen den ET 10.107, 1990 von der SWA an die MBS geliefert. Die Montafonerbahn konnte ihn am 09. März 1989 bei der damaligen Schindler Waggon Altenrhein AG (SWA) im Anschluss an die dritte SBB-Serie der RBDe 560 nachbestellten. 1994 konnte die MBS mit dem ET 10.108 ein weiterer Pendelzug Typ SBB-NBZ aus der Schweiz fabrikneu übernehmen.

In Schruns sehen wir weiter wie der ET 10.107 nach seiner Ankunft als Gegenzug 8930 noch drei Flachwagen mit Holz beladen nach Bludenz mit befördert. 

Um 14.00 stehen in Schruns gerade zwei NPZ, links wieder der ET 10.107 und rechts der eingefahrene ET 10.122 als Zug 8939 von Bludenz, es handelt sich dabei um den 2008 von den SBB übernommene Prototyp-RBDe 560 001-0, ebenfalls 2008 ging auch der RBDe 560 003-6 ins Montafon und zwar als ET 10.121. 

Danach hatte die SEAK-Delegation die Möglichkeit die Depot/Werkstätte der Montafonerbahn unter der Leitung von Herrn Stefan Netzer der MBS besichtigen. 

Auch in der Werkstätte sehen wir zwei weitere "Schweizer-Triebwagen", nämlich die Ende 2000 von STADLER Bussnang an die MBS gelieferten ET 10.109 und 110, welche eine Stundenleistung von 883 kW aufweisen und mit den ET 10. Typ NPZ vielfachgesteuert werden können. 

Weiter sehen wir in der Werkstätte den zweiachsigen Buffetwagen Bbu 10.301, welcher 1970 aus einem 1925 erbauten Personenwagen hergerichtet wurde. 

Da auf der knapp 13  km langen Montafonerbahn (MBS) nach wie vor ein Güteraufkommen da ist, bedient die MBS dementsprechend auch die Anschlussgleise ihrer Güterkunden. Mit der V 10.017 konnte eine ehemalige V 100 der DR (Deutsche Reichsbahn) übernommen werden. Wir sehen die von Alstom in Deutschland umgebauten Lokomotive in der Werkstätte wo sie von Herr Stefan Netzer der SEAK-Delegation ausführlich erleutert wird. 

Weiter besitzt die Montafonerbahn natürlich auch Dienstfahrzeuge. Wir sehen den Fahrleitungsturmwagen X 10.903 umgebaut aus einem thermischen Schienenbus, Typ Uerdingen, erbaut in Lizenz in Jenbach. Wir beachten auch das Wappen des Montafons am Fahrzeug. 


 


 


  

 


 


 



 

 

Im Namen des SEAK danke ich hier Herr Stefan Netzer von der Montafonerbahn, welchem es gelang uns nicht nur Fachtechnisches über die Fahrzeuge der MBS zu vermitteln, sondern auch über die Bahngeschichte im Montafon seit den Anfängen von 1905, der Zusammenarbeit mit den ÖBB sowie auch über das Bahnland Österreichs viel Wissenswertes zu überbringen. Die SEAK-Delegation fuhr dann mit dem Direktzug 5688 via Feldkirch - Dornbirn nach Bregenz um dann wieder in die Schweiz zu gelangen. Mehr Informationen über die Montafonerbahn kann unter www.montafonerbahn.at entnommen werden. Weiter empfehle ich auch die Publikationen "Aus der Geschichte der Montafonerbahn Bludenz - Schruns (MBS)" von Hans Waldburger und "Schindler-Waggon, SIG und ABB liefern einen Pendelzug an die österreichische Montafonerbahn" in der Schweizer Eisenbahn-Revue 1-2/1991 und der Beitrag von Anton Zimmermann in der SER 12/2001 zum Thema Neue Triebwagen ET 10.109-110 für die Montafonerbahn. Einen Ausflug ins beschauliche Montafon am Fluss Ill mit vielen Seitentäler kann ich nur empfehlen, gute Verbindungen mit einem 1/2-Stundentakt und punkto Fotostellen gibt es mehr als nur gute Möglichkeiten.


 

 

GV-Exkursion am 9. Februar 2013 zur Schifffahrt-Genossenschaft Greifensee SGG


 

von Bernhard Ledermann SEAK

 

Hier etwas Bilder von der gestrigen GV-Exkursion vom Greifensee. 26 Teilnehmer besammelten sich um 9.30 bei der Busstation Maur See der ZVV-Linie 743. Unter fachkundiger Führung von Herrn H. Schärer von Schifffahrt-Genossenschaft Greifensee konnten wir zuerst die Werft mit dem MS Heimat, Baujahr 1933, besichtigen. 

Danach das MS Stadt Uster von 1995, welches 200 Passagiere Platz bietet, davon 80 Essplätze. Danach bestiegen die Teilnehmer das Motorschiff David Herrliberger, das jüngste MS mit dem Baujahr 2006, wo während der gut stündlichen Greifenseerundfahrt bei herrlichem Winterwetter das Kulinarische mit einem Apéro natürlich auch nicht zu kurz kam, weiter hatten wir die Möglichkeit dem Kapitän bei seiner Arbeit über die Schulter zu schauen, was von vielen genutzt wurde. Bei der Ankunft um 11.20 in der Schiffländte in Maur See wurden wir noch von einer grossen Anzahl Enten, Taucherli und auch drei Schwäne "in Empfang" genommen, ein Tierschauspiel welches von mancher Fotocamera verewigt wurde.

Danach ging es mit dem ZVV, Bus und S-Bahn via Stettbach - Zürich HB nach Brunau ins Restaurant Muggenbühl wo nach dem Mittagessen die 81. GV über die Bühne ging.