Schweizerischer Eisenbahn-Amateur-Klub Zürich SEAK

Die Vereinigung der Eisenbahnfreunde

 
 


Mit dem blauen Bähnli im Dezember 2014 von SOLOTHURN nach Worb


von Bernhard Ledermann


Wer kennt ihn nicht, den Sketch “der schnellste Weg nach Worb” mit dem Kabarettisten Karl Steurer und dem Gümliger Lehrer Ernst Mischler? – Am 22. Mai 1954 wurde er zum ersten Mal am Radio ausgestrahlt – lagerte dann 20 Jahre im Radioarchiv und seit dem ist er vor allem in den SRF1-Sendungen “Wunschkonzert” und “Nachexpress” wieder ein gern gehörter Wunsch.Der Schweizerische Eisenbahn-Amateur-Klub Zürich (SEAK) wählte bei seiner Jahresabschlussfahrt am 13. Dezember 2014 ebenfalls den Weg nach Worb, nicht der Schnellste von Bern – sondern von Solothurn her.

Bevor in der Ambassadorenstadt Solothurn das “Blaue Bähnli” nach Worb bestiegen wurde, besichtigte die 20-köpfige Delegation unter der Führung von Depotleiter Herr Peter Roth das RBS-Depot Solothurn. Zuerst erläuterte uns Herr Roth die Umgebung des RBS-Depots in der Barockstadt Solothurn und dann die Lage rund um das Depot mit den Abstellanlagen wo noch Rollböcke zu sehen sind wir auf dem Bild 0703. Weiter sind vor allem über die Wochenenden eine grössere Anzahl der NExT-Triebzüge in Solothurn abgestellt wo sie u. a. einer Innenreinigung unterzogen werden. (0705). Denn an Wochenenden sind drei der 14 NExT- Triebzüge des Typ (R)ABe 4/12 21-34 im Einsatz.

Obwohl das Depot Solothurn vielleicht im Schatten der Depot/Werkstätte Worblaufen und der Werkstätte Worbboden stehen mag, ist dennoch das 11-köpfige Team um Depotleiter Peter Roth nicht wegzudenken. Denn auch in Solothurn werden wichtige Aufgaben für den täglichen Betrieb wahrgenommen. Weiter ist Solothurn auch Standort der historischen Triebwagen wie dem Pendler-Pintli, Bre 4/4 1, erbaut zur Eröffnung der damaligen ESB im Jahre 1916 und dann umgebaut in den Jahren 1959 und 1987. Auch der “Hoschtet-Schnägg”, CFe 4/4 11 auch von 1916 und 1956 umgebaut ist im Depot Solothurn stationiert  (0707). Wir beachten auf dem Bild 0707 noch die helle Bühne unter dem historischen Triebwagen, welche den Drehgestell-Wechsel benutzt wird. Natürlich ist auch das Blaue Bähnli ist in Solothurn stationiert. Ebenfalls in Solothurn stationiert ist der gut zum CFe 4/4 11 passende Personenwagen C4 61 auch von 1916. Wir beachten auf dem Bild 0708 seine Vielfachsteuerung, denn er kann so heute zwischen den CFe 4/4 11 und den Bre 4/4 1 eingereiht werden. Ebenfalls ist das Depot Solothurn für den Winter gewappnet wie auf dem Bild 0710 mit dem mit zwei montierten Schneepflüge versehene Ge 4/4 112. Diese Lokomotive wurde 1927 von der AEG an die Hagener Strassenbahnen geliefert. 1967 übernahm die damalige VBW das Fahrzeug als Ge 4/4 62, zwölf Jahre früher kam bereits die Ge 4/4 61 aus Nordrhein-Westfalen ins Worblental. 1975 wurden sie in Ge 4/4 111 und 112 umbezeichnet und 1988 und 1989 wurden sie mit abnehmbaren Schneepflüge und einer Zugsicherung ausgerüstet und oxydrot gestrichen.

Nach der sehr informativen Depotführung durch Herr Roth bestieg die SEAK-Delegation in Solothurn den BDe 4/4 36 oder besser bekannt unter dem Namen “Blaues Bähnli” (Bild 0715)Danach ging es gemütlich bei einem feinen und reichhaltigen Apéro durch das Amt Fraubrunnen nach Worblaufen, wo die Berner Alpen und der Jura eine prächtige Kulisse bildeten. In Bätterkinden gab es zudem den ersten Fotohalt. (0719) wo sich der Triebwagen nach seiner Aufarbeitung schön den zahlreichen Fotografen präsentierte. Zu erwähnen ist noch das der zur Betriebseröffnung der Linie W am 25. August 1913 von der SIG und MFO gelieferte Personentriebwagen als CFe 101 eine fünfjährige Ausserbetriebsetzung durchmachte. Denn die VBW begann 1945 mit einem Grossumbau der 1926 von CFe 4/4 101-103 zu den CFe 4/4 36-38 umbezeichneten Triebwagen  in der Werkstätte Worb. Infolge ausserordentlicher Beanspruchung der Werkstätte konnten die 1946 begonnen Umbauarbeiten beim CFe 4/4 36 erst 1951 abgeschlossen werden. Einen weiteren Fotohalt gab es kurz vor Worblaufen (Bild 0722). Dann fuhr das “Blaue Bähnli” in seine Heimat ins Worblental wo in Stettlen noch ein Kreuzungs- und Überholungshalt stattfand wo die SEAK-Delegation auch wieder fotografieren konnte. Auf dem Bild 0728 sehen wir in Stettlen den Überholungshalt durch die fahrplanmässige S7-4117, Bern – Worb mit dem Be 4/12 55

Danach nahm der BDe 4/4 36 die letzten Kilometer nach Worb unter die Räder wo dann die SEAK-Delegation den Tag mit einem feinen Mittagessen im Gasthof Sternen, www.sternen-worb.ch abrundete.

Ein grosser Dank für diese gelungene Jahresabschlussfahrt geht an Frau Gabriela Känzig und Herr Peter Roth vom RBS wo unter www.rbs.ch Charterfahren gebucht werden können sowie auch an das Zug- und Lokpersonal, welche uns Erläuterungen zum BDe 4/4 36 sowie dem RBS generell gaben. Wer das Blaue Bähnli für einen Anlass buchen will, wendet sich auch noch an den Gourmet Party-Service wo unter www.gourmet-party.ch ein feiner Apéro für Fahrten im Worblental und Amt Fraubrunnen zusammengestellt werden kann. Weiter half mir für diesen Bericht auch das Buch “Regionalverkehr Bern-Solothurn / Teil 1: Linien G und W” von Jürg Aeschlimann, 1998 erschienen im Prellbock Verlag.





Mit dem SEAK zu freiburgischen Bahnspezialitäten am 25. Oktober 2014


von Bernhard Ledermann


Am 25. Oktober 2014 besuchte eine 29-köpfige Delegation des Schweizerischen Eisenbahn-Amateur-Klub Zürich (SEAK) die Zähringerstadt Fribourg.
 
Am Vormittag stand der Besuch bei der Chemins de Fer du Kaeserberg in Granges-Paccot auf dem Programm. Heute eine Anlage welche in der Modellbahnwelt nicht mehr wegzudenken ist. Was Marc Antiglio und sein Team hier in 17 Jahre Bauzeit geleistet hat kann nur gerühmt werden. Die Führung beginnt mit einem gut 20-minütigem Filmvortrag – welcher sehr eindrucksvoll von der Idee bis zur Fertigstellung der Eisenbahnanlage mit einer Gesamtgleislänge von 2045 m in H0 resp. H0m. Die Anlage
Kaeserberg vermittelt die Bahnlandschaft Schweiz der 1990er Jahre. Auch an den viel zu früh verstorbenen Willy Kaeser, Freund von Marc Antiglio wird gedacht, den ohne ihn gäbe es heute keinen Kaeserberg.

Auch das Vorbild kommt auf dem Kaeserberg nicht zu kurz wie das die Bilder 0626 und 0628 mit der Ge 2/4 212 der RhB vor dem Eingang und dem Führerstand der SBB-Ae 6/6 11409 mit dem Fahrsimulator.
 
Die Bilder 0631..0661 zeigen nicht nur Bildausschnitte der Modelleisenbahn, sondern auch grand Vitesse mit dem TGV auf dem Bild 0631, Schmalspur (RhB) und Normalspur (SBB) auf dem Bild 0642. Begeisternde Besucher auf dem Bild 0643 oder auch Details wie auf dem Bild 0649 mit dem BDhe 2/4 108 der Kaeserbergbahn in H0m – Vorbild dient hier der heute 50 jährige Triebwagen BDhe 2/4 208 der
Jungfraubahn (JB). Oder wenn wir schon in den Bergen sind die legendäre Schneeschleuder Xrot 9213 der RhB die wie in der Wirklichkeit auch auf der Modellbahnanlage Kaeserberg ihre Bewunderer hat. (0651). Das Bild 0653 zeigt ein Blick in die Bergwelt der Kaeserbergbahn mit den EDV-Anlagen. Auf dem Kaeserberg darf natürlich die BLS auch nicht fehlen wie die Ae 8/8 275 auf dem Bild 0658 unterwegs mit einem Güterzug sowie der Bahn2000-Ausstellungszug mit der Ae 3/6 10700 und den EW III-Ausstellungswagen. Die letzte Aufnahme (0661) zeigt den Eurosprinter von Siemens auf Versuchsfahrten sowie der Nostalgie Venice-Orient Express. Der Besuch auf dem Kaeserberg gibt auch einen geschichtlichen Rückblick auf das Bahnnetz vor gut 20 Jahre. Mehr kann via www.kaeserberg.ch erfahren werden.
 
Nach dem Mittagessen im Restaurant du Grand Pont bei der Pont du Zaehringen gab es eine kleine Stadtrundfahrt mit dem Mintrain der bei Fribourg Touristik gebucht werden kann. Die Bilder 0663 und 0668 zeigen einen Bilck vom Berntor auf die Stadt Fribourg mit der Cathédrale St-Nicolas, der Poyabrücke und der Pont du Zaehringen sowie der Minitrain beim Berntor.
 
Die Exkursion wurde mit der Fahrt mit dem Funiculaire Neuveville (Unterstadt) – St-Pierre (Oberstadt) (Bilder 0665/0670/0671) abgerundet. Das am 04. Februar 1899 inbetrieb genommene Funi ist die letzte Standseilbahn mit Wasserballast in der Schweiz und gehört zum nationalen Kulturgut der Schweiz. In diesem Frühjahr wurde das Funi einer grossen Revision unterzogen. Mehr über diese von der Giesserei Bern der L. von Roll’schen Eisenwerke gebaute einzigartige Standseilbahn kann unter den Links 
http://www.seilbahn-nostalgie.ch/fribourg.html  
und 
http://de.wikipedia.org/wiki/Standseilbahn_Neuveville%E2%80%93Saint-Pierre 
abgerufen werden.
 
Nach der Ankunft in Saint-Pierre ging zu Fuss zum Bahnhof und dann wieder mit den SBB zurück nach Zürich.




Mit Dampf am 15. September 2014 auf die Rigi 

von Bernhard Ledermann 

Die diesjährige Knabenschiessen-Exkursion des Schweizerischen Eisenbahn-Amateur-Klub Zürich (SEAK) führte am 15. September 2014 auf die Rigi.

Bei schönem Wetter erreichte die 22-köpfige Delegation via Schiffweg Vitznau. Auf dem Bild 5550 sehen wir die RB-Dampflokomotive H 17 von 1925 auf der Drehscheibe mit der historischen Schiffstation von 1912, welche unter kantonalem Schutz steht. 

Bevor es mit Dampf auf die Rigi ging, konnte die SEAK-Delegation unter der Führung von Herr O. Nietlispach das 1991 dem Betrieb übergebene Depot- und Werkstattgebäude besichtigen, wo wir auf dem Bild 5555 noch das Bild von 1986 bei der Ablieferung der BDhe 4/4 21 und 22 noch das alte Depot-
Werkstattgebäude mit einer Fahrzeugparade sehen. 

Auf dem Bild 5557 sehen wir den BD2 1 der ehemaligen VRB von 1871 in der Revision. Immer noch im Einsatz sind die Bhe 2/4 1-3 aus der Elektrifikationszeit von 1937 sowie der “Nachzügler” Bhe 2/4 4 von 1953. Dabei vernahmen wir das die Industrie der VRB eine damals modernere Variante von einem Triebwagen offerierte. Die VRB entschieden sich jedoch aus praktischen Gründen für einen Nachbau. Gleiche Überlegungen machte auch die ARB. Sie liess zu den beiden 1949 beschafften BDhe 2/4 11 + 12 in den Jahren 1954 (13) und 1967 (14) zwei baugleiche Triebwagen nachbauen. Weiter beschaffte die ARB  zwischen 1958 bis 1967 vier dazu passende Steuerwagen des Typ Bt. Auch die Wengernalpbahn (WAB) beschaffte ihre BDhe 4/4 101-118 in mehreren Losen von 1947 bis 1964. 

Auf dem Bild 5561 sehen wir den 77 jährigen Bhe 2/4 2 im Depot Vitznau. Die Detailaufnahme auf dem Bild 5568 stammt vom BD2 2 von 1871. Weiter sehen wir auf dem Bild 5574 die Struktur des Depotteil mit den Bhe 2/4 1 + 4 sowie dem BDhe 4/4 5. Danach war die kurzweilige und informative von Herr Nietlispach geführte Depot/Werkstätte-Besichtigung bereits zu Ende.

Dann bestieg der SEAK in Vitznau den Dampfextrazug der Rigibahnen mit der H 17 von 1925 und dem Salonwagen As2 10 von 1873 (Bild 5577) in Richtung Rigi. Die Fahrt zur Majestät der Berge war einmalig. Frau N. Zihlmann von den Rigibahnen begleitete die Delegation und begeisterte sie zugleich für diese
einmalige Berglandschaft. (Bild 5579) In Freibergen gab es das erste Wasserfassen, was nicht nur von der SEAK-Delegation sondern auch von andern Tagestouristen fotografisch festgehalten wurde. (Bild 5582) In Rigi Kaltbad begegnete uns der formschöne BDhe 4/4 5 von 1965 mit den Wagen BD2 8 von 1873 und dem B2 16 von 1925. (5592) Über den Wolken können wir auch das Bild 5593 nennen mit der talwärtsfahrenden vom BDhe 4/4 5 geführten Komposition, weiter wurde in Rigi Kaltbad noch einmal Wasser nachgefasst. (Bild 5596). Um die Mittagszeit erreichte der SEAK-Extrazug der RB die Rigi, auf dem Bild 5600 auf dem Kulm.

Nach einem ausgiebigen Mittagessen und dem Geniessen der herrlichen Bergwelt wurde dann mit dem fahrplanmässigen Zug 158, gebildet mit dem BDhe 2/4 11 von 1949 und dem Steuerwagen Bt 21 von 1958 nach Arth-Goldau in Angriff genommen, (Bild 5608).

Danke hier im Namen der SEAK-Delegation allen Beteiligten der Rigi-Bahnen welche zu dieser schönen Exkursion beigetragen haben. Unter www.rigi.ch bieten die Rigibahnen mehrere Varianten für Firmen- oder Vereinsausflüge auf den Rigi an welche ich nur weiterempfehlen kann.
 


 


 

Im Panoramawagen durchs Wallis am 28. April 2014

 

von Bernhard Ledermann


 

Am Montag, 28. April d. J. besuchte der Schweizerische Eisenbahn-Amateur-Klub Zürich (SEAK) bei winterlichem Wetter die Matterhorn Gotthard Bahn (MGB). Im Glisergrund bei Brig begann unter der fachkundigen und kompetenten Führung von Herrn Thomas Brunner die Besichtigung der Ende 1998 dem Betrieb übergebenen Depot mit integrierter Hauptwerkstätte an die damalige Furka Oberalp Bahn (FO). Aktuell durchläuft im Glisergrund der 1984 beschaffte Deh 4/4 96 eine Hauptrevision (R3). Die 29 köpfige SEAK-Delegation konnte sich dabei von Detailarbeiten (rund um die Motoren) viel Wissenswertes von Herr Brunner und den mit den Arbeiten betrauten Fachmitarbeitern entnehmen.

 

Auch die Reisezugwagen werden im Glisergrund unterhalten - eine Schiebebühne verbindet die beiden Teile. Dabei sehen wir  auf dem Bild 5013 neben einem Reisezugwagen der Serie B 4251-4258 auch ein Kasten eines Bhe 4/8 der Serie 3051-3054 der GGB, welcher bei der MGB eine Revision am Kasten durchläuft sowie auf dem Bild 5021 auch SIG-Drehgestelle der FO-Reisezugwagen Typ FFA von 1965-1968. Nach wie vor werden über 40 jährige Reisezugwagen hauptrevidiert wie auf dem Bild 5025 ein Blick ins Innere des B 4252, welcher 1971 von der SIG an die vorherige FO im Los 4251-4258 mitgeliefert wurde.

 

Weiter besitzt die MGB im Glisergrund auch eine Anlage als klassischen Depotteil wo ganze Kompositionen in den Tages- resp. Kleinunterhalt hineingenommen werden können. (Bild 5027)

 

Von Brig reiste die SEAK-Delegation im Panoramawagen Bp 4066, geliefert 2006 von StadlerRail direkt vom Glisergrund weiter nach Andermatt. Auf dem Bild  5030 sehen wir den Lokveteran HGe 4/4 I 32 von 1941 mit dem Pano und auf dem Bild 5033 am Schluss des fahrpnamässigen Zug 542 im tiefwinterlichen Oberwald.

 

In Andermatt wurden wir von den Herren Thomas Slupski und Werner Tresch vom Depot Andermatt in Empfang genommen. Andermatt konzentriert sich neben dem Tagesunterhalt an Pendelzüge geführt von den Deh 4/4 51-55 und 91-96 auf den Autoverlad, resp. ist das Kompetenzzentrum für Fahrzeuge welche dem Autoverlad dienen. An diesem Tag befinden sich beide 1980 beschafften "Tunnellokomotiven" Ge 4/4 III 81 und 82 anstatt am Autoverlad im Depot Andermatt. (5035) Die Ge 4/4 III 81 durchläuft ein P-Programm und die Schwesterlokomotive 82 eine R1 (5043). Ausser einem Neuanstrich am Kasten (in Brig) werden sämtliche Arbeiten inkl. R1/R2 bei den beiden Ge 4/4 III in Andermatt durchgeführt.

 

Weiter ist Andermatt auch Stützpunkt von Dienstfahrzeuge wie die Bilder 5041 mit der HGm 4/4 61 von 1968 und den Schneeschleudern X rot m 4934 von 1980(99) und  dem Schneepflug X 4908 von 1914(91) vorne und mit der X rot e 4932 von 1942 auf dem Bild 5042. Ueberrascht waren wir als uns die Herren Slupski und Tresch ein Blick ins unterirdische Maganzin gewährten - nicht nur von der Grösse sondern auch von der Vielfältigkeit von Reserveteilen wie das Bild 5047 mit diversen Achsen dokumentiert.

 

Ein herzlicher und grosser Dank geht an die Herren Brunner in Brig - Slupski und Tresch in Andermatt welche uns ein Einblick in den täglichen Aufgabenkreis der MGB gaben. Zu erwähnen ist weiter das die MGB in Brig wie auch in Andermatt jungen Menschen eine Chance gibt eine Ausbildung im Bahnbereich zu absolvieren.


 

Präzisierung durch Jörg Trachsel

Vielen Dank an Bernhard für die schönen Fotos der letzten SEAK-Exkursion. Eine Ergänzung und eine Korrektur habe ich noch zu Bernhards Ausführungen. Beim in Revision befindlichen GGB Bhe 4/8 handelt es sich um die Nr. 3053, wie uns Herr Brunner von der MGB später noch präzisierte. Bei unserem Panoramawagen handelte es sich um den Bp 4065 (nicht 4066). Ich ging nämlich extra auf der Plattform nachschauen, wo das Nummernschild angebracht ist, da es mich interessierte, ob wir nun einen "alten" oder aber einen neuen Panoramawagen hatten. 


 


 

 

 

Mit dem SEAK vor der GV am 15. Februar 2014 auf den Uetli


Von Bernhard Ledermann


 

Am 15. Februar 2014 hielt der Schweizerische Eisenbahn-Amateur Klub Zürich (SEAK) seine 82. GV ab verbunden mit einem Besuch bei der für ihn "heimischen SZU" und der Extrafahrt auf den Uetliberg. Über 50 Personen fanden sich um 9.00 bei schönem Wetter im Giesshübel ein. In drei Gruppen wurden die Eisenbahninterssierten u. a. von Herrn Markus Kern, Leiter Betrieb Bahn im neuen SZU-Betriebsgebäude über die SZU generell von ihren Anfängen bis heute orientiert. Weiter wurde das Herz der SZU, die Betriebsleitzentrale (BLZ) besichtigt, über diese alle praktischen Fäden laufen. Weiter führte Herr Roland Würmli, Oberlokführer SZU die Gruppen durch die Werkstätte im Giesshübel, siehe dazu Bilder 0118/0119. In der SZU-Werkstätte im Giesshübel werden neben den täglichen Depotarbeiten und Reparaturen nach wie vor Revisionen an Lokomotiven, Triebwagen und Reisezugwagen durchgeführt. Dies zeigen die Bilder 0122 und 0124 mit der Umrichter-Lokomotive Re 446 544 von 1993 sowie dem Doppelstock-B 276. Nur die Malerarbeiten, (Neuanstriche nach Revisionen, Umbauten) werden von den SBB ausgeführt. Die SZU-Fahrzeuge können vom Giesshübel via Dienstlinie zur SBB nach Zürich Wiedikon überführt werden. Weiter kann man in der SZU-Werkstätte auch noch ein Stück Nostalgie erleben wie die Bilder 0132 mit einer alten Telefonanlage, einem Wandzeit von anno dazumal und einer Führerstandseinrichtung wahrscheinlich von einem Triebwagen der ehemaligen Sihltalbahn (SiTB) von den Anfängen der Elektrifikation im Jahre 1924.
Immer noch an die guten alten Zeiten erinnern die Spezialarbeitsplätze auf dem Bild 0133.
 
Das Bild 0135 dokumentiert mit dem Werkzeugwagen X 365 von 1895 umgeben von den Uetliberg-Be 556 531 und 532 von 1978 und einem Siemens-Uetlibergzug von 1992 Nostalgie im Modernen mit den neuen Überbauungen im Hintergrund.
 
Nach gut  1 1/2 Stunden Besichtigung und Erläuterungen in Zürich-Giesshübel konnte die SEAK-Delegation mit dem jüngsten Spross der SZU, dem von Stadler Ende 2013 gelieferten Zweispannungs-Triebzug Be 510 516-3 auf den Uetliberg hinauf fahren. Wieder einmal spielte beim SEAK auch das Wetter mit, stand doch der Be 510 516-3 auf dem Uetliberg wunderbar im Licht, mit Schnee wäre natürlich super gewesen, doch auch das Panorama in Blickrichtung Süden mit den Alpen war schön, das die Bilder 0140 und 0144 dokumentieren. Nach einem halbstüdigen Aufenthalt gings wieder vom Zürcher Aussichtsberg hinunter in die Stadt zum Giesshübel wo die Uetlibergbahn für den SEAK zur Sihltalbahn mutierte. Nach der Umspannung von Gleich- auf Wechselstorm führte die Fahrt weiter nach Zürich-Brunau, wo der jünste SZU-Spross nochmals von mehreren Positionen aus verewigt wurde, vor allem auch von der Fussgängerpasserelle aus mit Blick auf das Wagendach mit dem verschiebbaren Stromabnehmer (Bilder 0150/0151). Ein grosser Dank geht an die SZU, welche uns fachkundig durch den Giesshüberl führte,
auf der Extrafahrt unsere Fragen beantwortete und der Abgabe von Dokumentationen für den persönlichen Gebrauch.
 
Nach dem Mittagessen im Restaurant Muggenbühl ging dann am Nachmittag die 82. ordentliche GV über die Bühne.