Schweizerischer Eisenbahn-Amateur-Klub Zürich SEAK

Die Vereinigung der Eisenbahnfreunde

 
 




Der SEAK auf der Jahresabschlussfahrt


Text und Fotos Bernhard Ledermann


Am 5. Dezember 2015 nahm eine 18-köpfige Delegation an der Chlausefahrt mit dem historischen MThB-Pendelzug von Wil via Weinfelden – Kreuzlingen nach Romanshorn ins Locorama teil.


 

Hier die internen Bilder, welche gestern trotz Nebel die gute Stimmung während unserer Jahresabschlussfahrt übermitteln, sei dies im ABDe 4/4 12 der VMThB, wo eigentlich Gastgebern und Gäste eins waren, wurde doch über unsere Passion bei Kaffee und Gipfeli oder während dem Apéro gefachsimpelt. Exklusiv war sicher auch der Ausstieg direkt in der grossen Halle des Lochrama’s.

 


Einmalig war dann sicher auch unser Mittagessen im Rottenwagen X 401 der ehemaligen Mittel-Thurgau-Bahn (MThB) wo wir vom Team des Locorama’s herzlich verköstigt wurden. Danach konnten wir ins zwei Gruppen die Fahrzeuge im Locorama und deren Areal kennenlernen sowie natürlich auch die grosse legendäre Signalbrücke vom Bahnhof Romanshorn verbunden mit dem Stellwerk. Da wurde uns nicht nur das 1912 mit einer mechanischen Stellwerksanlage von der Firma Jüdel in Braunschweig ausgerüstete Stellwerk II erläutert, sondern auch der Zwecks der alten mechanischen Stellwerke wie mit demjenigen von Gurtnellen und einer H0-Anlage in der Halle vom Locorama.

    





Mit dem SEAK zu Rheintaler Modellbahnen



Vier Tage vor dem Jahreswechsel sende ich noch die Bildreportage unserer Herbstexkursion ins Rheintal. 

Am 17. Oktober 2015 widmete sich eine 17 köpfige Delegation den Modelleisenbahnen. Mit dem Railjet und einem Postbus führte die diesjährige Herbstexkursion ins kleinste Städtchen der Schweiz, nach Werdenberg. Nach dem wir von der Posthaltestelle durch dieses Juwel (Bild 1155) herauf zum Turm angekommen sind, erwartete uns Herr Urs Lufi, Präsident des Werdenberger Eisenbahn-Amateur-Klub (WEAK).


Nach der Begrüssung (Bild 1157) informierte uns Herr Lufi über die Geschichte des Städtchens, dem Rheintal und schliesslich über den WEAK. 


Danach hatten wir die Möglichkeit uns mit den freundlichen Kollegen des WEAK über das Thema Modelleisenbahn auszutauschen und natürlich die H0- resp. H0m-Anlage (für die RhB) so richtig zu geniessen. Ja, da steckt wirklich Arbeit mit viel Herzblut dahinter!  Schon nur auf den Bildern 1163 und 1164 mit den BLS-Zügen, welche mit dem Mittelperron auch den Bahnhof Spiez von 1995 dokumentieren könnten oder die Abstellanlage mit einer Fabrik, welche einen Gleisanschluss hat. 


Auf dem Bild 1169 sehen wir eine Prototyp-Re 4/4’’ der SBB vor einem typischen Nebenlinien-Personenzug um Betriebserfahrungen zu sammeln, wie das in den Jahren 1964-1966 der Fall war.


Auf dem Bild 1171 kommt die Power der SBB-Re 460 vor einem EW III-Zug deutlich in der grünen Landschaft zum Vorschein.


Das Bild 1178 widmen wir dem H0m-Teil der RhB mit dem Krokodil vor einem Alpin-Liner und einem Allegra. 


Auf dem Bild 1182 sehen wir zum Abschluss eine typische Depotszene mit dem RAe TEE II. Weiter offerierten uns die Kollegen des WEAK noch einen Apéro. Mehr über unseren Besuch kann auch unter der Klubseite www.weak.ch entnommen werden.

        

Nach dem Mittagessen und der Weiterfahrt in einem Extrabus des Rheintal Bus besuchten wir in Altstätten die Kollegen des Modell-Eisenbahn-Club Altstätten, welcher dieses Jahr sein 40 jähriges Jubiläum feiern konnte. Nach dem herzlichen Empfang durch Herr Sascha Verna und seine Crew hatten wir eine knappe 1/2 Stunde Zeit die Anlagen des MECA zu besichtigen. (Bilder 1186/1187)


Was uns auffiel, war die Jugendförderung dieses Vereins (Bild 1192) u. a. mit der H0-Jugendanlage sowie die 1970er-Jahre-Märklin-Anlage. Weiter zeigen die Bilder 1197 Impressionen von der H0-Dreileiter-Anlage; 1201 die Nenngrösse 0 mit einer Reko 01 beim Bekohlen und auf dem letzten Bild 1202 werfen wir eine Blick auf die H0-Zweileiter-Anlage. 


Eines ist klar, der MECA besuchen wir nochmals, denn schon wegen der Förderung und Integration von Jugendlichen in einem Eisenbahnerklub, was die gesamte SEAK-Delegation beeindruckt hat, mehr kann unter www.mec-altstaetten.ch entnommen werden. Weiter hat der Vorstand der Reiseleitung bereits einen Auftrag für einen Folgebesuch des MECA erteilt. Via Stoss – Gais erreichten wir mit den Appenzeller-Bahnen (AB) dann bei Regen St. Gallen und von dort gings mit dem IC zurück nach Zürich. 

Mit diesen Bildern von der Modelleisenbahnwelt im Rheintal wünsche ich allen einen guten Rutsch ins neue Jahr.



Mit dem SEAK ins Berner Oberland


Text und Fotos Bernhard Ledermann


Nachdem die Zentralbahn (ZB) zu Ihrem 10 Jahre Jubiläum am 12. September 2015 in der Werkstatt Stansstad (ex LSE) der Oeffentlichkeit einen Tag der offenen Tür offerierte, was die Erwartungen der ZB übertraf, empfing die ZB den Schweizerischen Eisenbahn-Amateur-Klub Zürich (SEAK) am 14. September 2015 als Gast in der Werkstätte Meiringen (ex SBB Brünig).

Nach dem herzlichen Empfang am Bahnhof Meiringen (Anreise via Luzern) erläuterten uns die Herren Adrian Bieg und Philipp Meyer von der ZB nach dem kurzen Fussmarsch über die aktuellen Tagesabläufe und deren Aufgabenkreise der Werkstätte Meiringen. (Bild 6083) Die Werkstätte in Meiringen besteht seit 1901 und wurde 1948 ein erstes Mal erweitert. Die nächste auch grössere Erweiterung fand dann 2004 statt. Meiringen bietet weiter (Stand März 2015) 38 Arbeitsplätze an, welche in mehrere Teams eingeteilt sind.

Auf dem Bild 6085 sehen wir die am 20. Januar 2015 im Tunnel Engelberg entgleiste HGe 101 962-9 während den Reparaturarbeiten in der im Dezember 2004 dem Betrieb übergebene neuen und freundlichen Werkhalle. Auf dem Bild 6090 sehen wir die auch zur Unterhaltung der Triebzüge dienende Halle von aussen. Das Bild 6088 dokumentiert Arbeitsplätze wie z. B. zur Behandlung/Unterhalt von den halbautomatischen GF-Kupplungen.

Auch in den älteren Werkstatt-Teilen wird nach wie vor gearbeitet, so sehen wir auf dem Bild 6094 die 1987 von Beilhack/Deutz erbaute Schneeschleuder X rot m 051 und den ABt 904 in den entsprechend eingeteilten Arbeitsprogramme. Auf dem Bild 6101 sehen wir je ein Reserve-Drehgestellt für die Triebzüge der Baureihen ABeh 150 und 160 sowie der HGe 101 961-968.
Gehen wir nochmals in die für den Unterhalt der Triebzüge dienenden Halle von 2004 mit dem ABeh 160 001-1, welcher sich während dem Besuch des SEAK im Unterhalt befand. So konnte auch der Führerstand des 2012 von der ZB übernommenen ABeh 160 001-1 mit den Normen besichtig werden. (Bilder 6104 und 6107).


Auch für das Historische kümmert sich die Zentralbahn. Denn seit 2012 kümmert sich der Verein zb Historic für das historische Rollmaterial der ehemaligen Brünigbahn und der ehemaligen Luzern-Stans-Engelberg-Bahn (LSE). So konnte die SEAK-Delegation auch den am 24. März 1942 von der Brünigbahn übernommenen Deh 120 012-0 ex Deh 4/6 916 und den am 03. Februar 1942 übernommene Deh 4/6 914 ablichten. (Bilder 6110 und 6111) Dabei widmen wir das Bild 6110 auch der speziellen Wetterlage von Meiringen, dem Föhn mit seiner typischen Stimmung. Auch eine Dampflok befindet sich auf der Liste der historischen zb-Fahrzeuge, nämlich die 1910 von der SLM gelieferten HG 3/3 1067 auf dem Bild 6118.
Ein grosser Dank, dass der SEAK die Werkstätte Meiringen besuchen durfte, geht an die Herren Gerhard Züger, Adrian Bieg und Philipp Meyer für die Organisation verbunden mit ihrer ausführlichen Führung und Erläuterungen sowie auch auf das Eintreten der Wünsche der SEAK-Delegation wie z. B. die Besichtigung der historischen Deh 4/6 und der Dampflok und dem Aushändigen der Jubiläumsbroschüre “10 Jahre Hin und weg – die Zentralbahn”.

Heute zählt die Zentralbahn zu den modernsten Meterspurbahnen Europas. Das konnten auch die 30 Teilnehmer dieser Exkursion bestätigen, den das Reisen über die Brünig-Strecke mit den drei Triebzuggattungen ADLER, FINK und SPATZ ist wirklich angenehm. Wir gratulieren der ZB zu ihrem 10-Jahr-Jubiläum und wünschen ihr weiterhin gute und unfallfreie Fahrten.





Nach dem Mittagessen in Meiringen und der Weiterfahrt nach Interlaken folgte dann die Fahrt mit dem Thunersee-Raddampfer Blümlisalp nach Thun. Die Bilder 6127...6138 zeigen Impressionen vom 109 Jahre alten Raddampfer. Von Thun folgte dann der direkte Heimweg mit dem IC Brig – Romanshorn nach Zürich.

Ein herzlicher Dank geht auch an Eugen Schmid und Heini Hediger vom SEAK für die Organisation dieser Exkursion.








Mit dem SEAK ins Luganese


Einige Fotos zum gemütlichen Teil der Exkursion ins Tessin von André Cochard.






... und weiter mit Text und Bildern von Bernhard Ledermann

 

Am 27. Juni 2015 reiste der SEAK in den Süden, resp. in die Sonnenstube der Schweiz und zwar zur Ferrovie Lugano - Ponte Tresa (FLP).

In Agno öffnete uns Herr Marco Gut, techn. Leiter der FLP, die Tore zur Depot/Werkstätte und gab uns ein kurzes Resumée über die FLP ab. (Bild 0934) So erfuhren wir dass die FLP auf ihrer 12,210 km langen Strecke täglich 5800 Reisende befördert. In den Haupt-Verkehrszeiten (HVZ) bis zu 330 Personen pro dreiteige Zugseinheit. Die Depot/Werkstätte stammt aus den Jahren 1911/1912 (Bahnbau der FLP). 

So sehen wir auf dem Bild 0937 der 1993 von der FART übernommene Be 4/8 42 in der erweiterten Halle mit einem Blick ins Magazin. Auf dem Bild 0944 kommt sicher mit der alten Wanduhr und den geschnitzten Holzinitialen der FLP ein Hauch Nostalgie auf. Auf dem Bild 0945 sehen wir den 2002 von Stadler gelieferten Niederflurmittelwagen des Be 4/12 24, welcher sich gerade in der Revision befindet. Wie man weiss, beschaffte die FLP 1978/1979 bei der damaligen SIG und BBC die Be 4/8 21-25 nach dem Vorbild der Be 4/8 resp. Be 4/12 41...61 des RBS nachdem 1978 der damalige SZB-Be 4/8 53 zu Versuchsfahrten im Tessin weilte. Weiter sprach Herr Gut auch die gute Zusammenarbeit mit dem RBS an, so werden sämtliche Drehgestelle der Be 4/12 21-25 und Be 4/8 41-42 in der RBS-Hauptwerkstätte Worbboden hauptrevidiert. (Bilder 0936 und 0950 mit den revidierten Drehgestelle für den Steuerwagenteil des Be 4/12 24). Auf dem Bild 0949 sehen wir den 1993 von den Firmen Gleismac und Iveco für den Baudienst der FLP gelieferten Tm 2/2 1. Auf dem Bild 0955 sehen wir einen Batteriekasten des Traktionsteils vom Be 4/12 24. Das Bild 0955 zeigt die Depot/Werkstätte in Agno vom Bahnhof aus gesehen. Nach der interessanten Führung gab uns Herr Gut noch ein Blick in die Zukunft der FLP, wo sich die Verkehrsplanung auf den Grossraum Lugano konzentriert. Weiter wird die FLP nächstens eine Ausschreibung für neun neue Züge (Typ Tram) starten.

Nach dem Mittagessen in Magliaso erreichte die SEAK-Delegation nachmittags Ponte Tresa. Dort öffnete Herr Franco Corecco, früher Depotchef bei der FLP, die Tore des Museo Ferrovie Luganesi. Herr Corecco erläuterte uns nicht nur die Geschichte der FLP, sondern auch von den Privatbahnen im Tessin. Wie die Bilder 0960...0967 zeigen, trifft man auf sehr viele Zeitzeugen von der Eisenbahnzeit von anno dazumal, sei es in technischer Natur oder u. a. auch eine Bahnuniform des Zugspersonals sowie eine Karte welche auch aufzeigt das Ponte Tresa bis 1950 resp. 1953 von Italienischer Seite her per Bahn erreicht wurde. Ein Besuch dieses Museums kann ich nur weiter empfehlen, geöffnet immer Dienstag und Freitag von 14.00 – 17.00. Informationen können unter www.flpsa.ch abgerufen werden.

Das Bild 0973 zeigt den ehemaligen Bahnhof von Ponte Tresa Italia, welches bis 1950 resp. 1953 von der Società di Navigazione e Ferrovie del Lago di Lugano von Luino her und der Società Varesina per Imprese Elettriche von Ghirla erreicht wurde. Das Bild 0980 zeigt ein Blick auf den Lago di Lugano in Blickrichtung Caslano bei Figino. Das Bild 0984 zeigt das malerische Dorf Brusino.

Die SEAK-Delegation reiste dann per Schiff auf dem Lago di Lugano weiter nach Melide und von dort mit der SBB wieder via Lugano resp. Gotthard nach Zürich.

Ein grosser Dank  für diesen informativen und schönen Eisenbahnertag im Tessin geht an die Herren Marco Gut und Franco Corecco von der FLP, welche uns einen Einblick zur einer Privatbahn heute und anno dazumal gewährten. Weitere Dankesadressen gehen an Herrn Werner Eglauf, welcher den Verfasser dieser Reportage bei der Organisation kräftig unterstützte, Herr Ruedi Werder, der uns übersetzungsmässig im Museum in Ponte Tresa unterstützte. Auch den Herren Eugen Schmid und Heini Hedinger, welche bei den SEAK-Exkursionen das Administrative in die Hand nehmen, sei hier ebenfalls gedankt.





Mit dem SEAK ins Schwabenland


Text und Fotos von Bernhard Ledermann SEAK


Am Samstag, 13. Juni d. J. fuhr eine 44-köpfige Delegation vom Schweizerischen Eisenbahn-Amateur-Klub Zürich (SEAK) und der ProBahn Schweiz (PBS) nach Stuttgart, um sich vor Ort über den aktuellen Stand von Stuttgart 21 informieren zu lassen.
 
Zuerst zum Geschichtlichen des heutigen Hauptbahnhofs: Der am 23. Oktober 1922 eröffnete Stuttgarter Hauptbahnhof ist mit täglich 240 000 Bahnkunden auf dem 8. Platz der meistfrequentierten Fernbahnhöfe der Deutschen Bahn. (DB) Weiter waren ab dem 15. Mai 1933 sämtliche 16 Gleise des Kopf- oder auch Sackbahnhofs elektrifiziert. Weiter gilt der Hauptbahnhof mit seinem charakteristischen, 56 m hohen Uhrturm  und dem Mercedes-Stern an der Spitze heute als eines der Wahrzeichen von Stuttgart.
 
Im Rahmen des Projekts Stuttgart 21 wird der heutige Kopf- oder Sackbahnhof von Stuttgart durch einen überdeckten Durchgangsbahnhof mit 8 Geleise in Tieflage mit unterirdischen Zufahrtsstrecken ersetzt. Das nicht unumstrittene Projekt sorgte schon für viel Aufsehen und wird auch in Zukunft weiter zu Reden geben. die DB geht aktuell von ca. 6,8 Mia Euro Baukosten aus fixierte im Juli 2013 die Eröffnung dieses Bauwerkes mit 80%iger Wahrscheinlichkeit per Dezember 2022.
 
Um eine breite Öffentlichkeit zu erreichen, sowie den Bürger vom Projekt zu überzeugen, werden u.a. auch Führungen angeboten wo die SEAK/PBS-Delegation auch teilnahm. Via Kopfbahnsteighalle (Bild 0906) erreicht man dann das Turmforum. Von dort werden dann die Führungen durchgeführt. 
In der Ebene 5 (5. Stock) erläuterte uns Herr Manfred Poethke ausführlich das Projekt Stuttgart 21 verbunden mit der 60 km langen Neubaustrecke von Wendlingen nach Um. (Bilder 0909/0910). Das Bild 0912 dokumentiert wie der neue unterirdische Stuttgarter Bahnhof mit seinen 8 Geleisen im Vergleich zum heutigen Hauptbahnhof inkl. seinen Zufahrtslinien (je eine Röhre pro Fahrrichtung) zu stehen kommt resp. gebaut wird.
Auf der 6. Ebene kann man nicht nur der vom Architekten Christoph Ingenhoven entworfene neue Stuttgarter Hauptbahnhof im Modell bewundern (0918) sondern man kann auch den ersten Blick auf die Baustelle werfen wie auf dem Bild 0914. Wir erkennen die am 27.Mai 2013 begonnene Vorverlegung der Perronanlagen um 120 m in Richtung Gleisvorfeld. Die Inbetriebnahme des jetzigen Querbahnsteigs (Perron) erfolgte am 21. Oktober 2013. Via die beiden Provisorien erreichen die Bahnkunden von den Gleisen die Kopfbahnsteighalle, wo auch ein Blick auf die Baustelle gerichtet werden kann. Das letzte Bild 0920 zeigt von der obersten Ebene (10.) ein Blick auf den in Richtung Gleisvorfeld verlegten Bahnhof mit den verlängerten Dächer.
 
Zu erwähnen ist noch das der Nordflügel des von den Architekten Paul Bonatz und Friedrich Eugen Scholer entworfenen Hauptbahnhof in den Monaten August und September 2010 sowie der Südflügel in den Monaten Januar bis Juli 2012 vollständig abgerissen wurden. Weiter führte das am 01. Oktober 2010 begonnene Fällen der ersten Bäume im Mittleren Schlossgarten zu Protesten von mehreren tausend anwesenden Bürger.
 
Ausführliche Informationen über Stuttgart 21 verbunden mit Führungen kann man unter www.turmforum.de entnehmen. Weiter kann auch unter den Links www.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de oder Stuttgart Hauptbahnhof via Wikipedia viel Wissenswertes entnommen werden, was auch mit half um diesen Bericht zu verfassen. Selbstverständlich liegen im Turmforum auch diverse Prospekte auf. Die in diesem Bericht beschriebene Führung, welche auch das Besteigen des 56 m hohen Uhrturms beinhaltete dauerte gut 2 Stunden.
 
Via Geislingersteige fuhr dann die SEAK/PBS-Delegation weiter nach Ulm, wo bei einem reichhaltigen Abendessen auch das Kameradschaftliche zur Geltung kam. Von Ulm fuhr die Delegation weiter nach Friedrichshafen und erreichte via letzte Fähre Romanshorn, von wo dann der individuelle Heimweg angetreten wurde.
 
Ein grosser Dank geht hier an Ernst Rota, welcher die federführende Organisation übernahm, weiter an Eugen Schmid und Heini Hediger, sowie auch Andrea Rota, welche mithalfen dass die Delegation einen schönen sowie informativen Eisenbahnertag in Baden-Württemberg erleben konnte.







und einige Fotos von André Cochard und Herbert Fricker









Am Sechseläuten an die Riviera


Text und Fotos von Bernhard Ledermann SEAK


Die diesjährige Sechseläutenexkursion des SEAK (www.seak.ch) führte am 13. April 2015 an den Lac Léman.
Am Vormittag besuchte die 22 köpfige Delegation des SEAK das Depot der Chemin de fer électriques Veveysans (CEV) in Vevey. Die CEV ist heute in der Nachfolgegesellschaft Transports Montreux-Vevey-Riviera (MVR) integriert, welche sich in der GOLDEN PASS LINE befindet.
Die 10,51 km lange Schmalspurbahn (1000 mm) führt von Vevey (386 m ü. M.) via Blonay (620 m ü. M.) hinauf nach Les Pléiades (1348 m ü. M.) - dieser Abschnitt ist mit Zahnrad ausgerüstet. Die CEV nahm den Betrieb abschnittsweise in den Jahren 1902, 1904 und 1911 auf. Dabei führte von 1904 bis 1969 eine Stichlinie von St-Légier nach Châtel-St-Denis ans Schmalspurnetz der damaligen GFM, heute tpf.
Auf dem Streckennetz der CEV/MVR sehen wir heute vor allem die Be 2/6 7001-7004 sowie die trains des étoiles, Beh 2/4 71 mit dem Bt 224, der Beh 2/4 72 sowie deren Vorgänger BDeh 2/4 73-75.
Im Depot der CEV in Vevey werden heute vorwiegend die Tagesunterhalte sowie kleinere Reparaturen durchgeführt. Grössere Reparaturen, sowie die anstehenden Revisionen werden alle in der MOB-Werkstätte in Chernex ausgeführt. Überführung der Fahrzeuge erfolge via Blonay – Chamby  bis am 21. Mai  1966 fahrplanmässig betrieben. Am 20. Juli 1968 wurde auf diesem Abschnitt die erste Museumseisenbahn, die BC eröffnet. In den 2000-Jahren wurde nochmals ein fahrplanmässiger Versuch gestartet, welcher jedoch nicht reüssierte.
Trotzdem gab es im Depot Vevey interessantes zu sehen u. a. mit dem geöffneten Antriebsmodul des Be 2/6 7003 von 1998 (5818) oder ein Blick aus der Grube auf den 1983 nachbeschafften BDeh 2/4 75 mit seinem Motordrehgestell mit Zugsicherung “integra” und dem Zahnrad System Strub. (5824). Neben dem Be 2/6 7003 und dem BDeh 2/4 75 stand auch der Bt 222 im Depot Vevey (5831) welches nach wie vor auch über eine Logistik verfügt (Bild 5825).
Aus dem Areal des Depot’s gelang noch die Aufnahme 5830 mit dem Be 2/6 7001 als Zug 1381 nach Blonay mit dem herrlichen Blick auf die Savoyer-Alpen. Zum Schluss werfen wir noch ein Blick auf den Privatbahnperron in Vevey mit der Anlage von 1905 mit dem Te 2/2 82 u. a. mit dem Isolator und der Fabrikhalle der ehemaligen ACMV. (5834)
 
Ebenfalls zur 2001 gegründeten MVR gehört die am 24. Juli 1900 eröffnete Standseilbahn Vevey – Mont Pèlerin (VCP). Mit dem 2014 grundliegend erneuerten Funiculaire fuhr die SEAK-Delegation auf den oder einen der Hausberge von Vevey hinauf und konnte bei herrlichem Frühlingswetter im Restaurant Au Chalet das Mittagessen mit einem einmalig klaren Blick auf den Lac Léman, den Waadtländer-, Walliser- (Dent du Midi) und den
Savoyer-Alpen so richtig geniessen. Sehenswert ist sicher auch die Bergstation der ehemaligen VCP (5844) sowie der Waggon 1 in der Bergstation auf dem Bild 5846.
 
Nach dreistündigem Geniessen der Waadtländer Riviera fuhren die gutgelaunten SEAKler via Lausanne – Jurasüdfuss zurück ins Mitteland resp. in den Grossraum Zürich.
 
Ein grosser Dank geht hier an Herrn Bruno Rey von der GOLDENPASS LINE und seinem Team, welche uns durch das Depot Vevey führten und uns auch ein Einblick in die heutigen Strukturen der MOB-Gruppe/MVR gaben.







Mit dem Kurbeli an die SEAK-GV


Text und Fotos von Bernhard Ledermann SEAK


Traditionell unternimmt der Schweizerische Eisenbahn-Amateur-Klub Zürich (SEAK) vor seiner ordentlichen Generalversammlung eine vormittägliche Exkursion im Grossraum Zürich.

Am 21. Februar 2015 wurde das Tram Museum Zürich (TMZ) im Burgwies besucht. Angefahren wurde es mit dem historischen Be 4/4 1392 oder auch liebevoll “Kurbeli” genannt ab der Usteristrasse. (Bild 0822). Geliefert wurde der Motorwagen 1950 von den Firmen SWS und MFO an die damalige Städtische Strassenbahn Zürich. (Bild 0824) Nach der Ankunft mittels Extrafahrt durch die Stadt Zürich konnte die SEAK-Delegation dann das Tram Museum Zürich besichtigen. Auf den Bilder 0828...0837 sehen wir u. a. den Dienstwagen Xe 2/2 1935 (Besenwagen) sowie den Be 4/4 1430 von 1960 (Karpfen). Sicher ein Prachtexemplar ist der Ce 2/2 1, welcher 1897 von den SIG/SWS/MFO an die damalige Zürich Oerlikon Seebach-Bahn (ZOS) geliefert wurde, heute nach wie vor betriebsfähig. Hinten sehen wir die Front des Ce 2/2 176 von 1909. Auch betriebsfähig ist der 1900 von Schlieren und der MFO an die damalige Limmat Strassenbahnen (LSB) gelieferte Ce 2/2 2 auch bekannt unter den Kosenamen “Lisebethli”. Ebenfalls Geschichte auf der VBZ schrieb der legendäre Mirage Be 4/6 1675 von 1968 auf dem Bild 0832 zusammen mit dem Anhängerwagen C4 732 von 1949. Zum Schluss sehen wir noch eine Aufnahme von der Galerie auf die Fahrzeughalle u. a. mit dem Ce 2/2 102 von 1900.

Ein Besuch des Tram Museums in Zürich im Burgwies kann ich nur weiter empfehlen nicht nur wegen den schön gepflegten Fahrzeuge in der freundlichen Halle, sondern auch wegen der Galerie mit geschichtsträchtigen Dokumenten sowie Modelle der VBZ und der Infothek – welche nicht nur die Geschichte der Trams sondern auch der Stadt Zürich dokumentieren. Zu erwähnen ist auch, dass der Stadtrat von Zürich wert darauf legt, dass von jederFahrzeuggeneration der VBZ ein Fahrzeug der Nachwelt erhalten bleibt.