Schweizerischer Eisenbahn-Amateur-Klub Zürich SEAK

Die Vereinigung der Eisenbahnfreunde

 
 



Mit dem SEAK ins Unterwallis


Am Wochenende vom 10./11. Juni 2017 stand die 2 tägige Exkursion ins Unterwallis zum Lac d’Emosson und Swiss Vapeur Parc auf dem Programm.

 

Nachdem Anita Roth und “ihre 13 Kollegen” im Hôtel Forcalz-Touring in Martigny ihr Gepäck deponieren konnten, gings zurück zum Bahnhof Martigny, wo Andy Cochard zur Gruppe stiess. Danach fuhren wir auf dem Bild 1824 mit dem 5 jährigen Beh 4/8 72 des TMR als Regio 26216 nach Le Châtelard und weiter mit der Standseilbahn hinauf zum Château d’Eau auf 1821 m ü. Meer wo wir einen herrlichen Blick auf Mont Blanc-Gruppe hatten. (Bild 1829). Danach ging es mit der am 12. Juli 1975 eröffneten Panoramabahn weiter zur Emosson-Staumauer (Bild 1832). Bei bestem Licht konnten wir die Fahrt auf der 1650 m langen und mit einer Spurweite von 600 mm versehene Bahn prächtige Blicke auf die Natur werfen wie auf den 4810 m u. Meer hohen Mont Blanc resp. diesen verewigen wie auf dem Bild 1834 und stiegen dann auf dem Bild 1837 vor dem Gipfel Les Perrons auf den “Minifunic” um wo wir dann das Plateau mit dem Bergrestaurant erreichten.


Dann stand auf dem Bild 1841 am Emosson-Stausee das Mittagessen ä la SEAK auf dem Programm. Der heutige “Minifunic”  mit einer Neigung von 727 Promille und auf einer Spurweite von 900 mm angelegt verkehrt seit dem 06. Juli 1991 in der jetzigen Form.

   

Das Programm war so angelegt dass nach dem Mittagessen genug Zeit eingeplant war um die herrliche Berglandschaft am Emosson zu geniessen und zu erforschen, denn vor 250 Millionen Jahren hinterliessen vor allem in Vieux-Emosson Dinosauriere ihre Spuren... doch wieder zurück in die Gegenwart wo wir auf dem Bild 1847 die 1974 fertiggestellte Bogenstaumaurer des Emosson-Stausee’s mit dem vergletscherten Le Cheval Blanc und Oeil de Boeuf sehen.

 

Auf auf der Rückfahrt hatten wir weiterhin herrliche Lichtverhältnisse mit der Panoramabahn nach Château d’Eau wie das Bild 1850 mit der guten Stimmung bei Personal und Fahrgäste dokumentiert. Beeindruckt waren wir alle neben den Bahnen in den drei Ebenen der Vertic Alp Emosson auch von der Bergwelt mit ihren Schneemassen, welche heute doch seltener sind wie auf dem Bild 1855 mit dem Teleobjektiv von der Terrasse von Château d’Eau in Richtung Glacier du Trient auf Walliser Boden resp. Glacier d’Argentière auf Französischem Boden. Von der gleichen Position darf natürlich ein Bild (1859) von der Standseilbahn Châtelard – Château d’Eau mit ihrer grössten Neigung von 870 Promille nicht fehlen. Links sehen wir noch die Überreste von den Anfangszeiten der Barberine von 1921 – 1925.

   

Kurz vor 18:00 Uhr fuhren wir dann schliesslich mit dem Beh 4/8 71 der TMR als R 26221 von Le Châtelard Frontière herkommend von Le Chatelard zurück nach Martigny hinunter. Die 18,363 km lange Bahnstrecke durch das Val de Trient wurde am 20. August 1906 eröffnet und hat Höchstneigungen bis zu 200 Promille. Sicher ein Wahrzeichen dieser mit 1000 mm versehen Schmalspurbahn sind die Streckenabschnitte mit der Stromschiene. (Bild 1863)

   

Dieser herrliche Wallisertag wurde natürlich mit einem “waschechten Walliser-Nachessen” im Restaurant Caveau du Moulin Semblanet in Martigny-Bourg abgerundet, welches die Teilnehmer an diesem “2-Täger” ins Unterwallis auf dem Bild 1865 mit dem RABe 527 039-4 als RA-26134 erreichten.

 

Mehr über die Eisenbahnen im Unterwallis, welchen wir für unseren ersten Tag benutzten kann unter www.tmrsa.ch www.verticalp-emosson.ch und www.regionalps.ch entnommen werden.

 

Über den Besuch am zweiten Tag im Swiss Vapeur Parc folgt noch diesen Monat ein weiteres Mail.



Mit dem SEAK ins Unterwallis, Teil 2


Nach dem schönen ersten Tag unseres “2-Täger” ins Unterwallis stand am Sonntag, 11. Juni 2017 (auch auf Mitgliederwunsch) der Besuch des Swiss Vapeur Parc in Le Bouveret auf dem Programm. Zugleich ging im Swiss Vapeur Parc vom 09.06.17 – 18.06.17 das “Festival de la Vapeur” über die Bühne. Auch der zweite Tag meinte es mit uns (auch wettermässig) gut.

 

Beim Dampffestival sah man auf den Gleisen des Swiss Vapeur Parc mit den Spurweiten von 5 und 7 1/4 Zoll auch Eigenbauten im Einsatz wie auf dem Bild 1869 mit den prächtigen Seerosen.


Auf dem nächsten Bild (1877) sehen wir vor dem Ringlokschuppen die SBB mit ihrem “Tiger” E 3/3 8522 und die Waldenburger-Bahn (WB) mit Ihrer E 3/3 3 vor einem Güterzug. Auf dem Bild 1879 nehmen wir nicht nur die Leistung der beiden Dampflokomotiven auf dem Viaduc St-Georges wahr, sondern auch die SEAK-Mitglieder welche in der Boutiques noch ihren Apéro geniessen bei herrlichen Bedingungen.


Denn auch am Sonntag kam der gesellige Teil zum Zug indem sich die 15 Mitglieder (Andy Cochard fuhr uns wieder direkt von Montreux an) zu einem gemütlichen Apéro mit anschliessendem Mittagessen versammelten. Danach gingen einige SEAKler, wie der Berichterstatter wieder auf die Pirsch resp. genossen die Kameradschaft, so soll es auch sein und auf unseren Exkursionen auch so bleiben ! Bleiben wir gerade beim Fotostandpunkt beim Schloss Aigle mit den Fotos 1880 und 1881 mit dem ausgebuchten Dampfzug sowie dem Heimspiel der elektrischen TPC, welche ja mit der AOMC-Linie im 1:1 ja auch das Unterwallis erreicht.

       

Aus meiner Sicht verdienten alle Fahrzeuge die im Einsatz standen Bestnoten, doch die HG 3/4 1 der FO hier im Bild 1882 auf der Zahnradstrecke bei der Soune “Bisse de Savièse” (VS) ist doch sicher ein Prunkstück.


International wird es wieder auf dem Bild 1883 im Ringlokschuppen mit Modellen aus den USA sowie Deutschland. Hochbetrieb herrschte natürlich beim “Hauptbahnhof “ des Swiss Vapeur Parc in Chablais City auf dem Bild 1889 mit dem Wasserturm und dem Depot 2.

    

Das folgende Bild 1890 kann man auch mit den “Grossen Zwei” der FO und RhB betiteln. Links die HGe 4/4 32 der FO und das RhB-Krokodil, Ge 6/6 I 414 vor ihren ausgebuchten Zügen beim Stellwerk von Village.


Das letzte Bild (1901) widmen wir noch einmal einer amerikanischer Gross-Dampflokomotive,

    

Auch bei diesem knapp fünfstündigen Besuch ging die Zeit im Nu vorbei.Danach ging es um 15:00 Uhr via Rhonetal – LBT – Bern wieder zurück nach Zürich HB, wo eine in allen Belangen erfolgreiche Exkursion zu Ende ging. Zu erwähnen ist noch dass uns bereits der Start mit der Anreise bestens gelang. Herrschte doch an diesem Wochenende auf dem Netz der SBB ein grosser Baumarathon. So warteten die SBB in Lausanne den Anschluss des IC’s aus Zürich ab, so dass wir uns in Martigny vor dem Besuch des Emossons’s genug Zeit hatten unser Gepäck zu deponieren und uns entsprechend auf die Fahrt ins Val de Trient “vorzubereiten”.

Weiter klappte auch alles den Player wie Hotel, Restaurant und dem Swiss Vapeur Parc. Weiter informierten uns auf dem Heimweg die SBB rechtzeitig über den Unterbruch zwischen Veyey und Lausanne und disponierten uns flexibel via LBT um, hier geht wirklich ein grosser Dank an die SBB.

Zum Abschluss danke ich natürlich auch Werni Baumann, welcher mich bei den Vorbereitungen tatkräftig unterstütze und Heini Hediger für das Administrative betreffend Gruppen-Billet und Reservationen sowie allen die an dieser Exkursion teilnahmen, es war super mit Euch !



Sechseläuten-Exkursion nach Samstagern und Rikon


Text und Aufnahmen von André Cochard


Die Sechseläuten-Exkursion zur SOB in Samstagern und zu den On3 Trainbuffs Switzerland war einmal mehr eine gut organisierte Exkursion mit viel interessanten Details, ganz besonders in der Werkstätte der SOB. Auch der gemütliche Teil auf der Terrasse im Restaurant „Steinbock“ in Rapperswil war ein schönes Erlebnis, mit toller Sicht auf den Zürichsee, Seedamm und Alpen. Dazu gehörte auch das ausgezeichnete Essen begleitet vom ganz edlen“Rapperswiler-Pinot Noir“. Das Nachmittagsprogramm bei den On3 Trainbuffs Switzerland war nochmals ein Aha-Erlebnis. Modelleisenbahnen vom feinsten und schönstem wurden da geboten, auf einer Fläche die alle Modellbahner neidisch werden lassen. Ein herzliches Dankeschön an die Organisatoren, auch für die Rücksichtnahme für die weniger schnellen Seakler. Das ist für mich immer wieder ein schönes und dankbares Erlebnis.






Besuch des HB Zürich


Text und Aufnahmen Bernhard Ledermann


Werden wir von einem ausländischen Eisenbahnfreund angefragt, welchen Bahnhof er bei uns in der Schweiz für das Fotografieren auswählen soll, damit er zugsmengenmässig auf seine Rechnung kommt, antworten wir ihm ganz klar „Zürich Hauptbahnhof“.

   

Zürich Hauptbahnhof (kurz Zürich HB, bis 1893 Bahnhof Zürich) in Zürich ist der grösste Bahnhof der Schweiz. Er ist nicht nur Bahnknotenpunkt für Züge aus der Schweiz und deren Nachbarländern, sondern mit seinen mehr als 2900 Zugfahrten pro Tag und den ca. 485‘000 Passagieren, die den HB pro Tag, wie der Bahnhof von den Stadtzürcherliebevoll genannt wird, täglich benutzen, ist er zugleich einer der meistfrequentierten Bahnhöfe der Welt.

Begonnen hat alles am 09. August 1847 mit der Inbetriebnahme der Spanisch-Brötli-Bahn nach Baden. 1871 wurde der damalige Bahnhof infolge gestiegenen Frequenzen ersetzt durch die heutige alte Bahnhofshalle. Zwischen 1923 und 1927 elektrifizierten die SBB alle Linien von/nach Zürich. Die jetzige Querhalle und die Perronhalle aus Eisen und Glas in siebeneinhalb Bögen und den 16 Gleisen (heute Gleise 3-18) entstand 1933. Die nächsten grösseren Ausbauten waren der unterirdische DurchgangsbahnhofMuseumstrasse mit den Gleisen 41-44, der am 27. Mai 1990 mit der Einführung der S-Bahn Zürich dem Betrieb übergeben wurde. Weiter wurde per gleichem Datum auch die Sihltalbahn (SZU) ins Untergeschoss des HB unter dem Shopville mit den heutigen Gleise 21-22 eingeführt. Der letzte grössere Ausbau resp. bautechnische Ergänzung ist der Bahnhof Löwenstrasse mit den Gleisen 31-34. Dieser unterirdische Durchgangsbahnhof wurde etappenweise ab dem Juni 2014 dem Betrieb übergeben. Mehr dazu kann auch via Wikipedia entnommen werden.

Damit im HB alles, wie wir es uns gewohnt sind abläuft, nicht nur eisenbahnmässig sondern auch für die zahlreichen Geschäfte inkl. deren Logistik, Strom, Sanitär, etc. braucht es eine perfekte Organisation verteilt auf mehrere Ebenen. Die SBB bieten der sich interessierenden Öffentlichkeit via Homepage mittels geführten Touren im HB einen Blick hinter die Kulissen. Dieses Angebot buchte am Samstag, 28. Januar 2017 der Schweizerische Eisenbahn-Amateur-Klub (SEAK) für seine vormittägliche GV-Exkursion.

Im Ausstellungsraum begrüssten die Herren Peter Fleischmann und Samuel Keller von den SBB die 34 köpfige Delegation des SEAK’s. (Bild 1670) Nach einer Präsentation durch die Geschichte des im August d. J. 170 Jahre alten Bahnhof Zürich inkl. Filmvorführung begann die Führung durch den HB mit zwei Gruppen. Was die SEAKler alles entnahmen war beeindruckend und zugleich auch auf die beiden Referenten zurückzuführen, welche mit ihrer begeisterten Art der Führung schnell die Herzen der beiden Gruppen an diesem kalten Morgen erwärmen konnten.

 

Das Bild 1672 in der Passage Sihlquai bei der Rolltreppe vom/zum Gleis 18, Sektor C zeigt nicht etwa Arbeiten, welche noch nicht abgeschlossen wären, sondern die SBB versuchten so den Menschen, welche den HB frequentieren einen Blick in die Technik, welche auch hier dahinter steckt zu geben. Doch in der nahen Zukunft werden diese Apparaturen durch Deckenverschalungen abgedeckt.  


Das beim Bau der Durchmesserlinie mit dem Bahnhof Löwenstrasse mehrere Abteilungen der SBB involviert waren zeigt das Bild 1674 zwischen der Passage Sihlquai und der noch leeren Flächen in der Halle Sihlpost, welche weiter zu den Gleisen 31/32 und 33/34 führen. An dieser Passage sind die SBB Immobilien federführend resp. die Flächen hier sind für zusätzliche Gewerberäume vorgesehen. 

 

Auf den Bilder 1676...1679 befinden wir uns im Durchgangsbahnhof Löwenstrasse mit der DML nach Zürich-Oerlikon wo uns Herr Samuel Keller wissenswertes über den Bau, Architektur und Design vermittelte. So sehen wir auf den Geleisen 31 und 34 die IC 812 Romanshorn – Brig  mit einem motorisierten Modul verstärkt und auf dem Gleis 34 den einfahrende IC 811, Brig – Romanshorn. Weiter werfen wir eine Blick auf die feste Fahrbahn und die Fahrleitung mit den Stromschienen. Auf dem Bild 1679 sehen wir zwischen der zweiten Bahnhofsuhr neben dem schräg designen Lift auch das Gefälle von 25 Promille im Weinbergtunnel, welcher unter (!) der Limmat hindurchführt – bevor er mit bis zu 35 Promille nach Zürich-Oerllikon ansteigt. Weiter befinden sich oberhalb der im Bild 1679 zweiten resp. hintersten  Bahnhofsuhr die Prellböcke der Gleise 3-18 im Sackbahnhof des HB’s. Weiter wurden diese Arbeiten auch von den zuständigen Personen von „Stuttgart 21“ verfolgt um Fachwissen und Erfahrungen für ihr Projekt von „Zürich“ zu übernehmen.

 

Das Bild 1680 zeigt mittels den unterschiedlichen Böden die Teile der SBB (hell) und Stadt Zürich (dunkel) im Zürcher Hauptbahnhof.

 

Sind wir ehrlich – wer den oberirdischen HB frequentiert schätzt sicher die grosse Tafel mit den Abfahrtszeiten je separat für den Fernverkehr und die S-Bahn Zürich umso zu dem gewünschten Zug zu gelangen. Doch hat man Zeit einen Blick auf die nun auch schon 84 Jahre alten Bögen zu werfen? Oder auf die schön gestalteten Innenausstattungen in der alten Halle wo u. a. auch ein Geldwechsel-Schalter, Tourismus-Info, diverse Restaurants wie das legendäre Buffet und andere Geschäfte untergebracht sind wie auf den Bilder 1684 und 1685? Sicher jetzt unter der fachkundigen Führung von Herrn Samuel Keller. Die Flächen der alten Halle von 1871 werden ja schon seit längerem für Veranstaltungen und als Ausstellungsflächen wie u.a. für den Weihnachtsmarkt verwendet.


Weiter sehen wir auf dem Bild 1686 den Gotthard-EC 17 nach Milano C zu einer Unzeit. Infolge Bauarbeiten zwischen Thalwil und Baar wurde er über das Freiamt als EC 30017 umgeleitet und verliess den HB bereits um 10.46 Uhr anstatt wie üblich um 11.09 Uhr.

 

Damit die Kunden in den über 190 Geschäften im Shopville auch zu ihren gewünschten Artikel kommen, braucht es auch eine entsprechende Logistik wie auf dem Bild 1688 die Rampen im 2. UG welche auch von den Grossverteiler Migros und Coop benutzt werden. In den Technikräume sind auch die Heizungen, Kühlungsanlagen etc. untergebracht wo auch Wasser aus der Limmat einberechnet ist wie auf dem Bild 1692.  


Das Abschlussbild 1690 zeigt die goldene Säule am Eingang der alten Halle von 1871. Dieser Punkt ist das Symbol der Tarifkilometerzählung auf dem Schweizer Bahnnetz.  


Nach dieser Führung ist jedem einzelnen noch mehr bewusst – was es alles braucht und was dahinterstecken muss, damit der tägliche Betrieb im Zürich HB so abläuft wie wir es alle erwarten resp. für viele selbstverständlich ist resp. sein sollte.



Und einige ergänzende Bilder von André Cochard