Schweizerischer Eisenbahn-Amateur-Klub Zürich SEAK

Die Vereinigung der Eisenbahnfreunde

 
 


Aufnahmen und Texte, sofern nicht anders angegeben, von Bernhard Ledermann


Mit dem SEAK auf die Forch


Am Samstag, 02. Februar 2019 stand beim Schweizerischer Eisenbahn-Amateur-Klub Zürich (SEAK) die 87. Generalversammlung auf dem Programm mit einer vormittäglichen Exkursion im Grossraum Zürich.


Über 30 Aktivmitglieder bestiegen in Zürich Stadelhofen den Extrazug der Forchbahn, formiert mit dem Be 8/8 25/26 von 1976. (Bild 2652) Um 08:50 Uhr fuhr der von Herrn Hanspeter Friedli, Betriebsleiter FB, pilotierte Extrazug über 3,4 km auf den Geleisen der VBZ in Richtung Zürich Rehalp (VBZ-Linie 11) und das unter einer Gleichspannung von 600 Volt. 

 

Ab Rehalp, 522 m ü. M. beginnt dann mit dem Systemwechsel von 600 V DC auf 1200 V DC, welchen Herr Friedli den interessierten SEAKler während der Fahrt erläuterte, auch zugleich die eigene 13,06 km lange Strecke in Richtung Esslingen.  Auf den gut 6,4 km von Rehalp bis Forch, führte uns Herr Friedli auch die Zugsicherung ZSL 90 der Forchbahn vor. Um ca. 09:30 Uhr trafen wir in Forch, zugleich auch gleichnamigen Pass auf 676 m ü. M. zwischen dem Zürichsee und dem Greifensee ein. 

In der Depotanlage von 1970 wurden die SEAK-Teilnehmer in drei Gruppen geteilt, so stellte Herr Hanspeter Friedli die Forchbahn mittels Präsentation (Bild 2665) zu den Themen wie Geschichte, Strecke und Betrieb, Rollmaterial den täglichen Aufgaben sowie mit einem Blick in die Zukunft vor. Mit Herrn Urs Stucki, technischer Leiter der FB konnte ein Blick in die Leitstelle (Bild 2660) geworfen werden inkl. dem Integra-Stellwerk auf dem Bild 2662 und Relaisräume auf dem Bild 2663. 


Herr Markus Waldvogel, Leiter Depot führte die SEAK-Mitglieder durch die freundlichen Hallen der 1970 neu erbauten Depotanlage, wo das Rollmaterial mit allen noch im Einsatz stehenden Triebfahrzeugtypen, wie auf dem Bild 2670 mit drei der in den Jahren 2004-2005 von Stader Rail gelieferten Niederflurfahrzeuge Be 4/6 63-73 sowie den Be 4/6 61 und 62 von 2003, welche über 59 Sitzplätze verfügen und mit einer Vmax bis 80 km/h verkehren können. Die Stundenleistung dieser Halbzüge beträgt 540 kW. Weiter sehen wir rechts den Steuerwagen Bt 204, welcher 1981 im Los Bt 201-204 von den Lieferfirmen SWS/SWP/BBC an die Forchbahn geliefert wurden. Diese vier Steuerwagen können in Vielfachsteuerung zu den Be 8/8 und Be 4/4 eingesetzt werden. Auf dem Bild 2671 sehen wir den 1993 von SWP/SIG/BBC an die FB gelieferten Be 4/4 51, (Serie Be 4/4 51-58) welcher über 46 Sitzplätze verfügt sowie über eine Vmax von 65 km/h und einer Stundenleistung von 270 kW.


Wie auch bei den 1976, 1981 und 1986 von SWS/SWP/BBC gelieferten Be 8/8 21/22 – 31/32-Doppeltriebwagen, bestehend aus zwei kurzgekuppelten Be 4/4-Triebwagen, ist die Ähnlichkeit zu den VBZ-Trams des Typ “Tram 2000” nicht zu übersehen. So arbeitete hier die Forchbahn zusammen mit den Lieferfirmen und der VBZ am Konzept “FB 2000”, welches stark auf dem “Tram 2000” der VBZ basierte. Auf dem Bild 2672 werfen wir noch einmal ein Blick in die freundliche und helle Depothalle der Forchbahn. Weiter konnte die SEAK-Delegation auch Dienstfahrzeuge wie auf dem Bild 2673 den Dienstwagen X 5152 ablichten oder auf dem Bild 2675 den Diensttriebwagen Xe 4/4 9, 1948 von den SWS und MFO geliefert als Triebwagen CFe 4/4 9 und 1982 in Zusammenarbeit mit der VBZ in den Diensttriebwagen umgebaut, welcher auch mit demontierbaren Schneepflüge ausgerüstet werden kann. 


Wieder gingen die gut 1 ¾ Stunden auf der Forch im Schnellzugstempo vorbei wo die SEAK-Teilnehmer durch die Herren Hanspeter Friedli, Urs Stucki und Markus Waldvogel sehr kompetent und zugleich herzlich einen Einblick in die Forchbahn erhielten, mittels Möglichkeiten zum Fragenstellen und Fotografieren, welche rege benutzt wurden. 

Nach der Verabschiedung fuhren die gutgelaunten “SEAKler” um 11:00 Uhr mit der S18 388 bei immer schönerem Wetter zurück nach Stadelhofen und weiter mit den SBB und SZU nach Zürich Brunau wo dann im Tageslokal das gemeinsame Mittagessen über die Bühne ging sowie ab ca. 14.30 die 87. ordentliche Generalversammlung. 

Mehr über die Forchbahn kann neben der Fachliteratur, elektronisch unter www.forchbahn.ch oder auch https://de.wikipedia.org/wiki/Forchbahnn entnommen werden. 

Ein grosser Dank für diesen Eisenbahnertag auf der Forch geht an Herrn Hanspeter Friedli von der Forchbahn für die Programmzusammenstellung und Werner Baumann vom SEAK für die interne Mitarbeit.


Und noch 2 ergänzende Aufnahmen