Schweizerischer Eisenbahn-Amateur-Klub Zürich SEAK

Die Vereinigung der Eisenbahnfreunde

 
 


Aufnahmen und Texte, sofern nicht anders angegeben, von Bernhard Ledermann


Mit dem SEAK zur FW


Am 08. April 2019 besuchte eine 18-köpfige SEAK-Delegation den Stützpunkt Wil von Stadler Rail Service AG. Seit dem 01. Oktober 2015 betreibt resp. bietet Stadler Rail in Wil in der Halle der ehemaligen Depot/Werkstätte der Frauenfeld-Wil-Bahn (FW) ihrem Kunden FW den sogenannten Full Service an den 2013 gelieferten ABe 4/8 7001-7005 an. Mit diesem Full Service stellt Stadler Rail bestmögliche Betreuung und durchgehende Verfügbarkeit deren an ihre Kunden gelieferten Fahrzeuge sicher, www.stadlerrail.com .

Nach dem herzlichen Empfang durch Herr Michael Vogt, Standortleiter SRS Wil, wurde der SEAK-Delegation die Aktivitäten der Division Service/SRS CH vorgestellt (Bild 003). Durch diese um-fangreiche Präsentation erhielt die SEAK-Delegation Einsicht in das umfangreiche Tagesgeschäft der Stadler Rail Group. Danach konnte die Teilnehmer in zwei Gruppen geführt durch die Herren Michael Vogt und und Philipp Rüegg die Depotwerkstatt besichtigen. Auf dem Bild 8278 sehen wir neben den beiden FW-Triebzüge ABe 4/8 7001 und 7004 auch die B 2273 und 2275 der Matterhorn-Gotthard-Bahn (MGB), welches aufzeigt, dass in Wil neben dem Full Service für die FW auch andere Arbeiten/Aufträge ausgeführt werden. Um diese Arbeiten auszuführen u. a. auch Arbeiten an Komponenten von Flirts, etc. wurden die Räumlichkeiten in der ehemaligen FW-Depot-Werkstätte entsprechend angepasst und mit der betreffenden Infrastruktur versehen. (Bild 8281) Ebenfalls integriert in der Depotwerkstatt ist die Waschanlage auf dem Bild 8287 mit dem ABe 4/8 7004 “Münchwilen” der FW. “Neugierig” wird man sicher auf dem Bild 8289 mit den beiden 1963 von SIG an die damalige Brig-Visp-Zermatt-Bahn (BVZ) gelieferten B 2275 und 2273, welche 1998 einen grösseren Umbau mittels Verlängerung um “ein Fenster” resp. 8 zusätzliche Sitzplätze durchliefen und nun der B 2275 in einen Steuerwagen Bt durch Stadler Rail umgebaut wird.


Nicht die MGB bildet einen zusätzlichen Pendelzug, sondern die Ferrocarrils de la Generalitat de Catalunya  (FGC) eine katalanische Eisenbahn-Gesellschaft die in Barcelona und Katalonien u. a. ein Netz aus 140 km Schmalspurstrecken, 42 km Normalspurstrecken, 89 km Breitspurstrecken auch zwei Zahnradbahnen betreibt. Mit einer von Stadler Rail neu gebauten Lokomotive wird dann so der Pendelzug gebildet.

Weiter fallen auch dem Bild 8289 auch die durch die MGB-Hauptwerkstätte im Glisergrund hauptrevidierten Drehgestelle auf. Weiter sehen wir auf dem von Hans Weiss zur Verfügung gestellte Bild 20190408_104800 die Arbeiten im Steuerwagen. Die beiden Wagen werden ihren MGB-Aussenanstrich behalten und auch die Bestuhlung wird von Katalonien übernommen. Dieses Produkt zeigt auf der einen Seite Innovativität von Stadler Rail mit der Anfertigung eines Einzelstückes (Lokomotive) sowie auch die gute Qualität von der damaligen Schweizer Eisenbahnindustrie. Zum Unterhalt der fünf FW-ABe 4/8 versah Stadler Service AG die Depot/Werkstatthalle mit Hochperrons. Das Bild 8291 zeigt u. a. die Dachpartie des ABe 4/8 7001, welcher nun seit gut sechs Jahren zuverlässig seinen Dienst zwischen der Äbtestadt Wil und dem Thurgauer Kantonshauptort Frauenfeld versieht. Die Abschlussaufnahme 8303 am SRS-Stützpunkt Wil zeigt neben dem Dreischienengleis und einem Blick auf die Logistik und eine Sprinkleranlage, welche in den Flirts eingebaut sind u. a. mit den farbigen Sprinklerampullen. 


Nach der herzlichen Verabschiedung durch die Herren Vogt und Rüegg fuhren die gut gelaunten SEAKler mit dem ABe 4/8 7002 “Matzingen” als S15-7117 von Wil nach Frauenfeld. (Bild 8305). Auf dem Fussweg vom Depot zum FW-Bahnhof wurden die beiden FW-Be 4/4 16 und 17 von 1992 verewigt, (Bild 8304) zu diesen beiden Triebwagen, welche 2003 in der RhB-Hauptwerkstätte Landquart eine Revision 4 (R4) durchliefen, ist noch zu erwähnen, dass die Wagenkasten durch Stadler Rail und die Drehgestelle durch die SIG erbaut wurden, die elektrische Ausrüstung erfolgte durch die ABB. Die Vmax dieser beiden Triebwagen beträgt 75 km/h und die Stundenleistung 620 kW. Die letzte Aufnahme dieser Reportage zeigt auf dem Bild 8309 den im September 2013 von Stadler Rail an die FW gelieferten ABe 4/8 7002 in Frauenfeld auf dem Bahnhofplatz hinter dem SBB-Bahnhofsgebäude. Diese fünf ABe 4/8 verfügen u.a. über eine Stundenleistung von 1400 kW und eine Vmax von 100 km/h. Sie bieten weiter 12 Sitzplätze in der 1. Klasse und 110 Sitzplätze in der 2. Klasse an. Weiter beachten wir neben dem vielfarbigen SBB-Bahnhofgebäude auch die charakteristische Strassenbeleuchtung.

 

Mit der S30-8043 von Thurbo fuhr die SEAK-Delegation weiter nach Weinfelden wo im dortigen Gasthof Eisenbahn diese einmal mehr interessante Sechseläuten-Exkursion mit dem gemeinsamen Mittagessen und dem SEAK-üblichen Fachsimplen über unsere Eisenbahn abgerundet wurde.

Ein grosses Dankeschön geht hier an die Herren Michael Vogt und Philipp Rüegg von Stadler Service AG nicht nur für die Programmzusammenstellung, sondern auch für den informativen Vormittag mittels Präsentation, Werkstattrundgang und Aushändigung von Broschüren über Stadler Rail und für Ihre Zeit zum Beantworten der Fragen von den Teilnehmer. SEAK-intern geht ein herzlicher Dank an die Herren Werner Baumann vom Vorstand und die Herren Hans Weiss und Peter Michel vom Reiseteam für deren Unterstützung rund um die Exkursion.



Mit dem SEAK auf die Forch


Am Samstag, 02. Februar 2019 stand beim Schweizerischer Eisenbahn-Amateur-Klub Zürich (SEAK) die 87. Generalversammlung auf dem Programm mit einer vormittäglichen Exkursion im Grossraum Zürich.


Über 30 Aktivmitglieder bestiegen in Zürich Stadelhofen den Extrazug der Forchbahn, formiert mit dem Be 8/8 25/26 von 1976. (Bild 2652) Um 08:50 Uhr fuhr der von Herrn Hanspeter Friedli, Betriebsleiter FB, pilotierte Extrazug über 3,4 km auf den Geleisen der VBZ in Richtung Zürich Rehalp (VBZ-Linie 11) und das unter einer Gleichspannung von 600 Volt. 

 

Ab Rehalp, 522 m ü. M. beginnt dann mit dem Systemwechsel von 600 V DC auf 1200 V DC, welchen Herr Friedli den interessierten SEAKler während der Fahrt erläuterte, auch zugleich die eigene 13,06 km lange Strecke in Richtung Esslingen.  Auf den gut 6,4 km von Rehalp bis Forch, führte uns Herr Friedli auch die Zugsicherung ZSL 90 der Forchbahn vor. Um ca. 09:30 Uhr trafen wir in Forch, zugleich auch gleichnamigen Pass auf 676 m ü. M. zwischen dem Zürichsee und dem Greifensee ein. 

In der Depotanlage von 1970 wurden die SEAK-Teilnehmer in drei Gruppen geteilt, so stellte Herr Hanspeter Friedli die Forchbahn mittels Präsentation (Bild 2665) zu den Themen wie Geschichte, Strecke und Betrieb, Rollmaterial den täglichen Aufgaben sowie mit einem Blick in die Zukunft vor. Mit Herrn Urs Stucki, technischer Leiter der FB konnte ein Blick in die Leitstelle (Bild 2660) geworfen werden inkl. dem Integra-Stellwerk auf dem Bild 2662 und Relaisräume auf dem Bild 2663. 


Herr Markus Waldvogel, Leiter Depot führte die SEAK-Mitglieder durch die freundlichen Hallen der 1970 neu erbauten Depotanlage, wo das Rollmaterial mit allen noch im Einsatz stehenden Triebfahrzeugtypen, wie auf dem Bild 2670 mit drei der in den Jahren 2004-2005 von Stader Rail gelieferten Niederflurfahrzeuge Be 4/6 63-73 sowie den Be 4/6 61 und 62 von 2003, welche über 59 Sitzplätze verfügen und mit einer Vmax bis 80 km/h verkehren können. Die Stundenleistung dieser Halbzüge beträgt 540 kW. Weiter sehen wir rechts den Steuerwagen Bt 204, welcher 1981 im Los Bt 201-204 von den Lieferfirmen SWS/SWP/BBC an die Forchbahn geliefert wurden. Diese vier Steuerwagen können in Vielfachsteuerung zu den Be 8/8 und Be 4/4 eingesetzt werden. Auf dem Bild 2671 sehen wir den 1993 von SWP/SIG/BBC an die FB gelieferten Be 4/4 51, (Serie Be 4/4 51-58) welcher über 46 Sitzplätze verfügt sowie über eine Vmax von 65 km/h und einer Stundenleistung von 270 kW.


Wie auch bei den 1976, 1981 und 1986 von SWS/SWP/BBC gelieferten Be 8/8 21/22 – 31/32-Doppeltriebwagen, bestehend aus zwei kurzgekuppelten Be 4/4-Triebwagen, ist die Ähnlichkeit zu den VBZ-Trams des Typ “Tram 2000” nicht zu übersehen. So arbeitete hier die Forchbahn zusammen mit den Lieferfirmen und der VBZ am Konzept “FB 2000”, welches stark auf dem “Tram 2000” der VBZ basierte. Auf dem Bild 2672 werfen wir noch einmal ein Blick in die freundliche und helle Depothalle der Forchbahn. Weiter konnte die SEAK-Delegation auch Dienstfahrzeuge wie auf dem Bild 2673 den Dienstwagen X 5152 ablichten oder auf dem Bild 2675 den Diensttriebwagen Xe 4/4 9, 1948 von den SWS und MFO geliefert als Triebwagen CFe 4/4 9 und 1982 in Zusammenarbeit mit der VBZ in den Diensttriebwagen umgebaut, welcher auch mit demontierbaren Schneepflüge ausgerüstet werden kann. 


Wieder gingen die gut 1 ¾ Stunden auf der Forch im Schnellzugstempo vorbei wo die SEAK-Teilnehmer durch die Herren Hanspeter Friedli, Urs Stucki und Markus Waldvogel sehr kompetent und zugleich herzlich einen Einblick in die Forchbahn erhielten, mittels Möglichkeiten zum Fragenstellen und Fotografieren, welche rege benutzt wurden. 

Nach der Verabschiedung fuhren die gutgelaunten “SEAKler” um 11:00 Uhr mit der S18 388 bei immer schönerem Wetter zurück nach Stadelhofen und weiter mit den SBB und SZU nach Zürich Brunau wo dann im Tageslokal das gemeinsame Mittagessen über die Bühne ging sowie ab ca. 14.30 die 87. ordentliche Generalversammlung. 

Mehr über die Forchbahn kann neben der Fachliteratur, elektronisch unter www.forchbahn.ch oder auch https://de.wikipedia.org/wiki/Forchbahnn entnommen werden. 

Ein grosser Dank für diesen Eisenbahnertag auf der Forch geht an Herrn Hanspeter Friedli von der Forchbahn für die Programmzusammenstellung und Werner Baumann vom SEAK für die interne Mitarbeit.


Und noch 2 ergänzende Aufnahmen


 
 
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